AfD-Auftritt bei Veranstaltung von Tafel und Ev. Kirche

An einer Diskussionsveranstaltung von Tafel und der Ev. Lydia-Gemeinde zur Sozialpolitik soll am Donnerstag neben Vertretern anderer Parteien auch ein Kandidat der rassistischen und sozialchauvinistischen Partei „Alternative für Deutschland“ teilnehmen. Als Teil der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ kritisieren wir diese Entscheidung und fordern die Organisator_innen auf, die AfD auszuladen.

Seit ihrer Gründung bewegt sich die AfD konsequent nach rechts. Ihr Spitzenpersonal profiliert sich mit Menschenverachtenden Aussagen – Forderungen nach Schüssen auf Geflüchtete an den Grenzen oder der Entsorgung eine türkischstämmigen Politikerin zeigen deutlich, was von der sogenannten Alternative zu halten ist. Die AfD stellt sich als Parlamentarischer Arm der Brandstifter und Schläger auf, die für die erschreckende Welle an Übergriffen auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte Verantwortlich sind.

Es ist uns als Antifaschist_innen unverständlich, wie eine Gemeinde der Evangelischen Kirche auf die Idee kommt, Vertreter dieser Partei zu einer Diskussionsrunde einzuladen. Sie widerspricht damit auch ihren eigenen Empfehlungen zum Umgang mit der AfD. In einem Flyer schreibt der Evangelische Kirchenkreis Dortmund:

„Die Kirchengemeinden und kirchlichen Dienste bitten wir, genau zu prüfen, ob sie offiziellen Vertreterinnen und Vertretern der AfD in kirchlichen Veranstaltungen eine Bühne bieten wollen. Eine Einladung nach dem Grundsatz, man wolle demokratisch alle Seiten hören, verkennt, dass diese Partei Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Frage stelle, Flüchtlinge und Muslime pauschal verunglimpft und aus bloßen Provokationen mehr Vorteile zieht, als aus einer sachlichen Debatte.“

und an anderer Stelle:

„Solange die Partei nicht die kritisierten Positionen überdenkt, sollte ihr in kirchlichen Räumen kein Gastrecht gewährt werden.“

Wir fordern die Ev. Lydia-Gemeinde auf, die Positionen ihrer Kirche ernst zu nehmen und ihre Einladung an die AfD zurückzuziehen. Antifaschist_innen empfehlen wir eine kritische Begleitung der Veranstaltung am Donnerstag – 19:00 Uhr, Osterlandwehr 31-35 in den Räumlichkeiten der Tafel.

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