22.08. – Zum Jahrestag auf nach Dorstfeld

Fast neun Jahre ist es her, dass am 23. August der Nationale Widerstand Dortmund (NWDO), die lokale Neonazi-Kameradschaft, verboten wurde. Es sollte ein Schlag gegen die organisierte Rechte sein, war am Ende aber kaum mehr als ein symbolischer Akt. Es dauerte nur wenige Wochen, da organisierte sich die Kameradschaft im Gewand der Partei „Die Rechte“ neu und wurde so durch ihren Parteien-Status nur noch schwerer greifbar für Verbote und Einschränkungen. 
 
Nach einer kurzen Pause ging es für die Nazis unter diesem neuen Label weiter. Sie lebten weiter in ihren WGs nahe dem Wilhelmplatz in Dorstfeld und arbeiteten daran, der Gesellschaft, der Presse und nicht zuletzt der eigenen Szene weiszumachen, dass der Stadtteil ihnen gehören würde. Denn auch wenn Dorstfeld nicht der einzige Stadtteil mit einem Naziproblem ist, bauten sie um dieses westliche Viertel mit martialischem Auftreten und nicht selten mehr Fahnen als Leuten ihren Mythos vom „Nazikiez“ auf. Doch dieser bröckelt immer weiter.
 

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Danke, Esther Bejarano

Kaum eine Stimme mahnte in den letzten Jahren lauter, wie wichtig der Kampf gegen Faschismus ist: Esther Bejarano, Überlebende der KZs Ravensbrück und Auschwitz-Birkenau, kämpfte Zeit ihres Lebens gegen das Wiedererstarken des Faschismus und das Vergessen. Für uns, wie für viele andere Antifaschist:innen auch, war sie in den letzten Jahrzehnten Weggefährtin, Inspiration und Antriebskraft unserer Arbeit – und wird dies bleiben.
Gestern ging Esther Bejarano im Alter von 96 Jahren von uns. Mit ihr verlieren wir eine wichtige Zeitzeugin, Genossin und Kämpferin gegen Antisemitismus und die extreme Rechte. Weiterlesen

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“How to Anti Nazi Aktion” – Redebeitrag vom 04.07.2021

Wir betonen immer wieder, wie wichtig es ist, kontinuierlich gegen die Nazis zu arbeiten, wozu beispielsweise auch das Organisieren von Demos gehört. Wir wollen euch also einmal kurz was zum Thema “How to Anti-Nazi-Aktion” erzählen:

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PM: Antifa-Kundgebung: Ankündigung einer weiteren Demo nach Dorstfeld

Am heutigen Sonntag fanden mehrere Kundgebungen in Dortmund statt. Die Autonome Antifa 170 demonstrierte unter dem Motto „Mythos Dorstfeld zerstören“ gegen rechte Raumnahme und die Nazis. Die Organisator:innen kündigten dabei eine weitere Demonstration nach Dorstfeld am 22.08. an. Als Reaktion auf die Kundgebung demonstrierten Neonazis am Nordmarkt. Zahlreiche Antifaschist:innen protestierten dagegen. In der Nordstadt hatte die Polizei ein Großaufgebot aufgefahren.

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Gemeinsame Anreise am 04.07. nach Dorstfeld.

Die Nazis scheint es zu treffen, dass immer wieder Antifas nach Dorstfeld kommen & man ihnen den Mythos nicht mehr glaubt. Um zu beweisen, dass sie noch da sind, haben sie nach eigenen Angaben Flyer mit rassistischer Hetze & über Linke verteilt. Doch was ist unsere Konsequenz daraus? Immer wieder kommen! Also, am Sonntag (04.07.) geht es wieder nach Dorstfeld! Damit wir alle gemeinsam und sicher ankommen, wollen wir vom Hbf gemeinsam anreisen. Kommt dafür um 15:10 Uhr zur Nordseite des Hauptbahnhofs. Lasst uns gemeinsam den Mythos Dorstfeld, endgültig zerschlagen!

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04.07.2021 – Mythos Dorstfeld zerstören!

Bei vielen macht sich Erleichterung breit: Die Nazi-Szene in Dortmund bröckelt scheinbar vor sich hin. Den Mythos vom Nazi-Kiez glaubt kaum noch jemand. Doch nach einem kurzen Aufatmen heißt es für Antifaschist:innen: Weiter machen.

Denn das Nazi-Problem löst sich nicht auf, nur weil ein paar Nazis das Weite suchen. Es leben immer noch Nazis in Dortmund und trauen sich hier auf die Straße. Sie bedrohen weiter Menschen, die ihrem Feindbild entsprechen. Auch wenn ihre Versuche, Stärke zu zeigen, zum Teil verzweifelt wirken, bedeutet das für viele Menschen weiterhin eine reale Gefahr.
Auch wenn Dortmunder Nazis ihre Aktionen nicht mehr so medientechnisch in Szene setzen: Nazis machen Nazisachen und Antifas hindern Nazis daran.

Ruhen wir uns also nicht auf Teilerfolgen aus, sondern kämpfen wir weiter gegen Nazis und rechte Ideologien. Zeigen wir den Bewohner:innen, die keinen Bock auf Nazis haben, dass wir auch weiter an ihrer Seite stehen. Zerschlagen wir das letzte bisschen Nazi-Kiez-Mythos.

Am 04.07.2021, 16:00h gemeinsam nach Dorstfeld!

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Zum Umgang mit Antisemitismus auf pro-palästinensischen linken Veranstaltungen

Gerade wenn der Nahost-Konflikt wieder mehr Schlagzeilen in den Medien macht, kommt es im deutschsprachigen Raum vermehrt zu Demonstrationen und sonstigen Versammlungen, auf denen die Solidarität mit Palästina betont wird. Dies war auch in den letzten Wochen der Fall. Als Reaktion darauf kam es zudem zu Solidaritätsbekundungen mit Israel.
Wir wollen dies zum Anlass nehmen, ein paar Gedanken zum Umgang mit Antisemitismus auf pro-palästinensischen linken Veranstaltungen zu äußern.

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PM: Gegendarstellung zur Polizei-Pressemitteilung vom 06.06.2021

In einer Pressemitteilung vom 06.06. (13:21 Uhr) schreibt die Polizei von der Festnahme einer bewaffneten Person, die von Passannt:innen beobachtet wurde. Am Abend sei es in der Folge zu einer Versammlung gekommen. „Die Polizei stellt es so dar, als sei es eine linke Solidaritäts-Erklärung mit der bewaffneten Person gewesen. Das ist falsch.“, erklärt Kim Schmidt, Pressesprecherin der Autonomen Antifa 170. „Wir haben mit Betroffnen gesprochen und möchten ihre Gegendarstellung der Presse mitteilen.“ Weiterlesen

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Zusammenschluss von Antifa-Gruppen in NRW gegründet

Mit „Antifa.NRW“ hat sich im Frühjahr ein Zusammenschluss mehrerer Antifa-Gruppen aus NRW gegründet. Gemeinsam werden wir als Gruppen verlässlich und dauerhaft in einer gemeinsamen Organisation arbeiten.
In und mit diesem Zusammenschluss wollen wir antifaschistische Aktivitäten bündeln, die Schlagkräftigkeit einzelner Gruppen, Aktionen und Zusammenhänge stärken und ihnen ein öffentlichkeitswirksameres Sprachrohr bieten, um so die antifaschistische Bewegung in NRW insgesamt zu stärken.
Gemeinsam werden wir Konzepte, längerfristige Strategien für die Antifa-Arbeit in NRW und darüber hinaus (weiter-)entwickeln und Wissen unter Aktivist:innen teilen. Auch die bessere Erreichbarkeit füt Pressevertreter:innen ist Schwerpunkt des Zusammenhangs
Weitere Infos bekommt ihr unter antifa.nrw

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Nach Angriff mit Molotowcocktail: Wie kann das kein Rassismus sein?

Der ausgebrannte Molotovcoctail nach dem Angriff (Bild: WDR Lokalzeit)

Der ausgebrannte Molotovcoctail nach dem Angriff (Bild: WDR Lokalzeit)

Wir dokumentieren die Pressemitteilung Dortmunder Antifaschist:innen, an der auch wir mitgewirkt haben:

Am Sonntagmittag, 9. Mai, griff ein Mann auf einem Spielplatz in der Dortmunder Nordstadt eine Familie mit einem Molotowcocktail an. Antifaschist:innen kritisieren die Ermittlungsbehörden, die entgegen von Zeug:innenaussagen keine Anhaltspunkte für ein rassistisches Motiv sehen wollen.

„Wir verstehen, dass zu diesem Zeitpunkt der Ermittlungen vieles noch im Unklaren ist. Wie es aber sein kann, dass eine Augenzeugin von rassistischen Morddrohungen durch den Tatverdächtigen berichtet, die Staatsanwaltschaft aber keine Anzeichen für ein politisches Motiv sehen will, ist uns unverständlich“, erklärt Tamara Reichert, Sprecherin von Antifaschist:innen in Dortmund.

„Polizei und Staatsanwaltschaft verfallen hier in ein ebenso bekanntes wie erschreckendes Muster: Sie ignorieren die politische Motivation rechter Gewalt“, führt Reichert aus. „Es mag sein, dass der Tatverdächtige psychisch erkrankt ist. Es ist aber kein Zufall, dass er ausgerechnet Leute angreift, die er für »Ausländer:innen« hält, und nicht beispielsweise Fahrradfahrer:innen. Das Problem heißt Rassismus und es durchzieht die Gesellschaft.“ Weiterlesen

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