Naziaufmarsch am 31.08 in Dortmund
Die Neonazi-Partei “Die Rechte” will am 31.08. in Dortmund gegen das Verbot der Kameradschaft “Nationaler Widerstand Dortmund” (NWDO) demonstrieren. Antifaschistische Gruppen kündigen an, dem Naziaufmarsch entgegenzutreten.
Nach dem Verbot des NWDO im letzten August haben sich dessen ehemalige Mitglieder und Anhänger in der Partei “Die Rechte” wieder zusammengefunden und versuchen, geschützt durch das Parteienprivileg, ihre menschenverachtende Hetze zu verbreiten. Anne Kling vom Presseteam der Autonomen Antifa 170 erklärt: „Mit ihrem Aufmarsch am 31.08. versuchen die Neonazis, an ihren traditionellen Aufmarsch Anfang September anzuschließen, den sogenannten „Nationalen Antikriegstag“, der im vergangenen Jahr zusammen mit dem NWDO verboten wurde. Ende August soll der alljährliche Nazi-Aufmarsch mit unwesentlicher Veränderung des Datums unter neuem Motto fortgesetzt werden.“
Gegen diesen alten Aufmarsch im neuen Gewand organisieren die Aktivisten von der Autonomen Antifa 170 Gegenwehr. Unter dem Motto „dem Naziaufmarsch entgegentreten“ rufen sie zu Aktionen auf. Es werde eine Kundgebung in der Innenstadt geben, die Aktionswilligen als Anlaufpunkt dienen soll, erläutert Kling die Planungen. Dort werden sie mit Informationen versorgt und können sich gemeinsam zur Route der Neonazis begeben.
Die Organisatoren haben sich bewusst entschieden, keine Demonstration anzumelden. Kling dazu: „In der vergangenen Zeit hat sich immer wieder herauskristallisiert, dass antifaschistische Demonstrationen in Dortmund von der Polizei nach Kräften behindert werden. Ein Beispiel dafür ist der 1. Mai diesen Jahres, als unsere Demonstration aufgrund von Lappalien stundenlang festgehalten wurde. Wenn eine Demonstration dann endlich doch laufen kann, wird diese wie ein Gefangenentransport von Polizeikräften abgeschirmt. Unser Anliegen können wir so nicht angemessen vermitteln. Wenn unsere angemeldeten Demonstrationen schikaniert und unterbunden werden, müssen wir ohne Anmeldung kommen. Wir wollen, dass antifaschistischer Protest in Dortmund wieder unter angemessenen Verhältnissen möglich ist.“

Weiteres Material für die Demoveranstaltung am 31.08. in Dortmund ist eingetroffen.
Dem Aufruf der Neonazi-Partei „Die Rechte“, am Wochenende für „deutsche Interessen“ auf die Straße zu gehen, folgten deutlich weniger ihrer Anhänger als erwartet. An antifaschistischen Gegenaktivitäten nahmen indes deutlich mehr Menschen als erwartet teil. Berichte aus Unna und Hamm: 

Vergangenen Samstag wurde durch das Eingreifen der Polizei ein Neonazikonzert in Herne aufgelöst, welches unter dem Deckmantel einer Wahlkampfveranstaltungen der Partei “die Rechte” mit rund 350 Personen stattfinden sollte. Den Neonazis wurde zum Verhängnis, dass sie das Konzert als Solidaritätsveranstaltung für die Verbotene Kameradschaft „Nationaler Widerstand Dortmund“ beworben hatten.
Vom 28.6 – zum 7.7 finden im AZ-Köln die Gather&Resist-weeks of solidarity statt. Gather&Resist ist ein Vernetzungs- und Aktionstreffen, indem sich auf die Verteidigung des AZ-Kölns gegen eine eventuelle Räumung vorbereitet werden soll.
Nach dem Mord an einem 18-jährigen Antifaschisten in Paris ruft der Antifa-AK Köln zu einer Spontandemonstration auf.





