Neonazi-Geschäft in der Dortmunder Innenstadt

Pressemitteilung von Antifaschist*innen aus Dortmund
Gestern, am 29. August, wurde bekannt, dass in der Dortmunder Innenstadt der Neonazi-Laden „Tønsberg“ eröffnet hat. Bei dem Geschäft handelt es sich um einen „Thor Steinar“-Laden, eine Kleidungsmarke, die von Neonazis für Neonazis geschaffen wurde. Obwohl die Marke in Teilen der extremen Rechten umstritten ist, da die hinter der Marke stehende Firma Mediatex
aus Brandenburg im Ausland produziert, erfreut sie sich nach wie vor großer Beliebtheit in einschlägigen Kreisen und stellt die bekannteste Neonazibekleidungsmarke dar.
Durch das nun eröffnete Geschäft im Brüderweg 15 werden so vermutlich mehr Neonazis in die Dortmunder Innenstadt kommen. „Das neue Geschäft ist der einzige Thor Steinar-Laden Westdeutschlands. Dadurch verstärkt sich die anziehende Wirkung Dortmunds auf die rechte Szene“, so Antje Höfner, eine der Antifaschist’innen. Der neueröffnete Laden in der Dortmunder Innenstadt kann als Nachfolger der im Frühjahr dieses Jahres geschlossenen Thor Steinar-Filiale „Oseberg“ in Essen gesehen werden. Gegen den Laden dort hatte es seit der Eröffnung 2009 immer wieder antifaschistische Proteste und auch militante Aktionen gegeben. Der Vermieter entschuldigte sich im Nachhinein für die Vermietung und ließ den Mietvertrag von Oseberg auslaufen.
In anderen Städten, unter anderem in Magdeburg, Leipzig, Berlin, Hamburg und Bremen, mussten durch die entschlossene Zusammenarbeit von antifaschistischen Gruppen, Verwaltung, Ahnwohner*innen, Gewerbetreibenden und der Zivilbevölkerung Neonaziläden ihre Türen nach kurzer Zeit wieder schließen. „Auch in Dortmund muss der Thor Steinar-Laden schnellstmöglich wieder verschwinden. Die Stadt Dortmund sollte die rechtlichen Möglichkeiten dafür prüfen“, fordert Höfner, „Wir werden derweil nicht auf das Handeln der Stadt warten, sondern rufen deshalb alle Dortmunder*innen dazu auf, gegen den Neonazi-Laden aktiv zu werden“.
 
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