Pressemitteilung: Demonstration gegen Rechtsrockkonzert in Dorstfeld

Zwei Plakate für die Demo "Scheiß Nazis. Scheiß Heimat." am 01.08., die an einen Stromkasten geklebt wurden. Im Hintergrund der Mehmet-Kubaşık-Platz in der Dortmunder Nordstadt.Am Samstag, den 01.08.2026 ruft die Autonome Antifa 170 zu einer Demonstration gegen eine Veranstaltung Neonazi-Partei „Heimat Dortmund“ auf, bei der eine Dortmunder Rechtsrockband auftreten soll und nationalsozialistische Mode- und Musikhändler ihre Waren anbieten. Die Demonstration beginnt um 12:00 Uhr an der U-Bahn Haltestelle Kampstraße.

„Seit über einem Jahr arbeiten die Dorstfelder Neonazis gezielt daran, junge Menschen für ihre Strukturen zu gewinnen,“ erklärt Kim Schmidt, Pressesprecherin der Autonomen Antifa 170. „Sie versuchen, Jugendliche in eine rechte „Erlebniswelt“ hineinzuziehen, mit regelmäßigen Treffen und Identifikationsangeboten, um sie so langfristig an die Strukturen der extrem rechten Szene zu binden.“ Bei der Veranstaltung der Neonazi-Partei sind unter anderem Verkaufsstände eines Kampfsportturniers von und für Neonazis, eines Verlags, der die Zeitschrift „Nationaler Sozialismus Heute“ verlegt sowie eines Plattenlabels, das zahlreiche wegen Volksverhetzung indiziert Musikalben produziert hat angekündigt.

In dieses Bild reiht sich laut der Pressesprecherin der angekündigte Auftritt der Rechtsrockband „Oidoxie“ ein: „Diese Dortmunder Neonazi-Band hat schon vor über 20 Jahren mit ihrer „Oidoxie Streetfighting Crew“ eine Zelle des Terrornetzwerks „Combat 18″ betrieben, das Netzwerk wird in Liedern der Band besungen“ stellt Schmidt fest. „Oidoxie liefert nicht nur den Soundtrack zum Mord, sie haben auch bereits in der Vergangenheit Schusswaffen beschafft und Schießübungen organisiert.“

Seit Anfang des Jahres organisiert ein Bündnis aus Antifaschistischen Organisationen jeden Monat Proteste gegen die am letzten Freitag stattfindenden „Heimatabende“ der Partei „Die Heimat“ (ehemals „Die Rechte“ und NPD). Der Gegenprotest gestaltet sich dabei sehr unterschiedlich. Neben mehreren Kundgebungen auf dem Wilhelmplatz fand ein OpenAir Konzert, aber auch ein Stadtteilspaziergang zur Geschichte des Kampfes gegen Neonazis im Stadteil statt.

Der Wilhelmplatz als Dreh- und Angelpunkt des Stadtteils wird auch für den kommenden Samstag das Ziel der Demonstration sein, berichtet Schmidt: „Wir werden den Neonazis nicht den Raum überlassen. Auch wenn ihre Strukturen geschwächt sind, sind sie weiterhin da und versuchen sich im Raumkampf um Dorstfeld. Wir wollen dafür sorgen, dass trotz solcher Veranstaltungen Dorstfeld ein Raum für alle bleibt, die sich dort bewegen wollen.“

Bereits am Freitag findet der monatliche Protest gegen den offenen Abend der rechten Partei statt. Die Grünen organisieren einen ‚Rave gegen Rechts‘ auf dem Wilhelmplatz. „Wir rufen auch dort zur Teilnahme auf, und freuen uns über alle Personen, die es sich nicht nehmen lassen, zwei Mal in Dorstfeld gegen Nazis zu protestieren“ schließt die Presseprecherin der Autonmen Antifa 170 ab. „Freitag und Samstag sorgen wir dafür, dass es für Nazis in Dorstfeld ungemütlich wird. Allen anderen wünschen wir viel Spaß beim Rave und eine kraftvolle Demonstration“.

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