03.05. Gemeinsame Anreise zur Gegenkundgebung in Dorstfeld

Die Neonazis von der Kleinstpartei „Die Rechte“ befinden sich im Wahlkampf für die Europawahl 2019. Ihr Wahlkampf ist geprägt von Provokationen und massivem Antisemitismus. So ist beispielsweise Ursula Haverbeck ihre Spitzenkandidatin. Während die Neonazis davon sprechen für Haverbecks Meinungsfreiheit und Freilassung zu kämpfen, sitzt die ältere Frau wegen der wiederholter Leugnung der Shoa im Gefängnis.

Gestern morgen klopfte die Polizei bei Michael Brück an und durchsuchte seine, sowie die Räumlichkeiten der Partei in Dortmund-Dorstfeld. Es geht um den Verdacht des Wahlbetrugs bei 12 Stimmen, die „Die Rechte“ für die Zulassung zur Europawahl brauchte. Wie zu erwarten, kündigten die Neonazis kurze Zeit später eine Demonstration an, die heute Abend stattfinden soll.

Dagegen regt sich Protest. Das antifaschistische Bündnis „BlockaDo“ ruft ab 19 Uhr zum Gegenprotest auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld auf. Damit alle sicher zu der Gegenkundgebung kommen, reisen wir gemeinsam nach Dorstfeld: Der Treffpunkt ist um 18.15 Uhr an der U-Bahnstation Leopoldstraße.

Keine Solidarität mit Neonazis!
Gegen antisemitische Hetze!

Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für 03.05. Gemeinsame Anreise zur Gegenkundgebung in Dorstfeld

Anreise zur revolutionären Vorabenddemo in Bochum

Zum vierten Mal rufen Bochumer Antifaschist*innen zur gemeinsamen Vorabenddemo in Bochum auf. Unter dem Titel „Organisiert gegen Europas Rechtsruck“ soll die Wut gegen die gesamtgesellschaftliche Zustände auf die Straße getragen – entschlossen und solidarisch.

Um gemeinsam nach Bochum zu fahren, treffen wir uns am 30. April um 17.25 Uhr am Dortmunder Hbf Nordausgang (vor Cinestar).

Weitere Infos zum Tag, sowie den Aufruf findet ihr hier.

Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Anreise zur revolutionären Vorabenddemo in Bochum

Gemeinsame Anreise zum 01.Mai nach Duisburg

Hier findet ihr alle Städte aus denen es eine organisierte Anreise nach Duisburg zu den Aktionen am 1. Mai geben wird. Der Treffpunkt für alle Duisburger*innen ist um 11.30 Uhr an der Bahnhofsvorplatte, seid unbedingt pünktlich!

Nach den Aktionen geht es dann gemeinsam zu einer Demo nach Hochfeld (1. Mai – Der Tag der Solidarität). Wer nicht an den Aktionen teilnehmen möchte oder kann, kann ab 14.30 Uhr zur Auftaktkundgebung an der Pauluskirche in Hochfeld kommen.

Die gemeinsame Anreise aus Dortmund trifft sich um 10.20 Uhr am Nordausgang am Hauptbahnhof (vor Cinestar).

Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Gemeinsame Anreise zum 01.Mai nach Duisburg

Prozessbeobachtung am 11.04.2019

Am Donnerstagmorgen, den 28.03.2019, hat der Prozess gegen den Neonazi Steven Feldmann am Amtsgericht Dortmund begonnen. Feldmann werden zahlreiche Körperverletzungen und die Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen vorgeworfen. Seit dem Herbst sitzt er in Untersuchungshaft. 
Beim Prozessauftakt erschienen über 20 Neonazis bauten schnell eine Drohkulisse gegenüber den Antifaschist*innen, die gekommen waren, um den Prozess und die von Feldmanns Gewalt betroffenen Zeug*innen zu begleiten. Weitere Infos zum ersten Prozesstakt findet ihr hier.
 
Am 11.04. geht der Prozess von Feldmann weiter und es ist wieder damit zu rechnen, dass Neonazis anreisen, eine rechte Drohkulisse aufbauen und die Zeug*innen einschüchtern, sodass sie nicht gegen den Angeklagten aussagen möchten oder können. Deswegen rufen wir dazu auf, den Prozess zu begleiten. Dafür treffen wir uns am 11.04. um 8 Uhr vor dem Amtsgericht Dortmund (Gerichtsstraße 22).
 
 
Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Prozessbeobachtung am 11.04.2019

Unser Feminismus bleibt antifaschistisch!

Im Folgenden veröffentlichen wir unseren Redebeitrag, den wir auf der Demo vom antifaschistischen Bündnis BlockaDo am 23.03.2019 in Dortmund-Westerfilde gehalten haben.

Contentwarning: Im Text werden antifeministische Postionen von Rechten, sowie sexualisierte Gewalt thematisiert. Es werden keine detallierten Beschreibungen vorgenommen.

In Dortmund versuchen die Nazis, sich vor allem im westlichen Teil der Stadt breitzumachen. Dazu gehören nicht nur der weitbekannte Stadtteil Dorstfeld oder der Stadtteil Marten, der vor kurzem erst aufgrund einer rechten Demonstration in den Medien heiß thematisiert wurde, sondern eben auch Westerfilde. Die hier aktiven Nazis sind zum einen die Nazis der „Aktionsgruppe Dortmund West“. Dabei handelt es sich um eine Gruppe junger Nazis, die in Westerfilde das „Ghetto des Dortmunder Westens“ sehen. Zum anderen sind auch die Nazis der Partei „Die Rechte“, die regelmäßig Infostände auf dem Westerfilder Marktplatz durchführen, hier aktiv. Erst gestern veranstalteten diese beiden Gruppen in Kooperation miteinander eine Kundgebung, die sich gegen die heutige Demonstration, aber auch gegen vermeintliche „Masseneinwanderung“ und eine angebliche „Ghettoisierung“ Westerfildes richtete.

Ein weiterer Vorwand, um in Westerfilde zu stehen, war eine versuchte Vergewaltigung in dieser Gegend. Unter dem Vorwand, Frauen „beschützen“ zu wollen, verteilten sie daraufhin Pfefferspray an Passantinnen. Doch wenn Nazis sich für die Rechte von Frauen* einsetzen, hat das wenig mit echtem Interesse an den Belangen der Frauen* zu tun.

Befasst man sich näher mit der Ideologie der „Aktionsgruppe Dortmund West“ und der Partei „Die Rechte“, wird schnell deutlich, dass das Weltbild der Nazis ein Angriff auf das Leben vieler Menschen hier in Westerfilde darstellt und keine Unterstützung beinhaltet. Dieser Angriff richtet sich hierbei gegen alle, die in den Augen der Nazis von der Norm des „gesunden Deutschen“ abweichen. Dazu gehören einerseits Geflüchtete und von Rassismus betroffene Menschen, andererseits auch Trans*, Inter*, homosexuelle Menschen und viele mehr. Kurzum alle Menschen, die nicht in eine Vorstellung einer „arischen“ Familienidylle passen. Darüber hinaus sind ebenfalls Frauen* der Unterdrückung durch Neonazis und Rechte ausgesetzt. So gebe es eine klare Hierarchie zwischen den zwei herbeiphantasierten Geschlechtern. Der Mann stehe über der Frau. Die Frau gehöre dabei an den Herd, solle den Mann bei der Arbeit den Rücken stärken und ansonsten solle sie eine Gebärmaschine sein, die den deutschen Volkskörper erhält.

Gleichzeitig versuchen eben jene Rechte, vermeintlich feministische Belange aufzugreifen, um ihre rassistische Hetze zu vermarkten. Sie wollen die angeblich schwächeren weißen Frauen* schützen und behaupten, dass Täter meist People of Color seien. Durch das Fortschreiten des Rechtsrucks finden sich solche rassistischen, schlichtweg falschen Bilder zunehmend im öffentlichen Diskurs wieder. So wird spätestens seit 2015 sexualisierte Gewalt als etwas Importiertes, vom angeblich Fremden Ausgehendes, medial skandalisiert. Männer, die nach Deutschland kommen, sollen lernen, wie man sich hier gegenüber Frauen* verhält. Sei es Alice Schwarzer, der rassistische Mob nach Silvester 2015 oder die Dortmunder Nazis hier in Westerfilde – als Feminismus verkleideter Rassismus ist seit längerem ein stetiges Problem. Als wäre Deutschland ein Hort der Gleichberechtigung, wird so getan, als würden die angeblichen Fremden nachts draußen auf deutsche, weiße Frauen* warten. Es gibt solche Fälle und sie sind schrecklich, doch über 2/3 der Vergewaltigungen finden in den eigenen vier Wänden statt und 85% der Betroffenen kennen die Täter*innen bereits vorher. Es sind die Partner*innen, Nachbar*innen, Verwandte… Dabei sind Hautfarbe, Herkunft und Nationalität irrelevant. Es handelt sich nicht um ein importiertes Problem, sondern um Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse, das Patriarchat und eine Rape-Culture.

Die Wahrnehmung von sexualisierter Gewalt wird zunehmend rassistisch. Das Interesse an Übergriffen wächst, sobald der Täter nicht-deutscher Herkunft ist oder er als nicht-weiß gilt. Diese rassistischen Stereotype verbinden sich mit einem Bild des starken und kriegerischen Ideals des deutschen Mannes. Gewalt gegen alles, was als Fremd imaginiert wird, und eine bevormundend-autoritäre Beschützerhaltung gegenüber Frauen* sind die Konsequenzen.

Dieses Vorgehen schützt niemanden! Es ist nur der traurige Beweis, wie geduldet Rassismus in Deutschland ist. Das, was die Neonazis und rechte Hetzer*innen an den Tag legen, ist der Versuch, Frauen* für ihre Zwecke zu benutzen. Das ist kein Feminismus und vor allem ist das nicht unser Feminismus! Im Gegenteil: Vom Nazi-Stand auf dem Marktplatz in Westerfilde, über die AfD in den Parlamenten bis hin zu Menschen, die meinen, die Frau* gehöre nur zu Kind und Herd – Antifeminismus ist ein wichtiges Bindeglied zwischen klassischen Nazis, Akteur*innen des Rechtsrucks und der konservativ-liberalen Gesellschaft. Auch deswegen oder gerade dagegen sind wir heute hier.

Dass diese Instrumentalisierung von Frauen* Hand in Hand geht mit einer Abwertung zugeschriebener Weiblichkeit, zeigt sich auch in vielen Äußerungen der Dortmunder Nazi-Aktivist*innen. Wenn diese nicht gerade begangene oder versuchte Vergewaltigungen von Männern of Colour oder Geflüchteten skandalisieren, Pfefferspray in Westerfilde verteilen oder über den vermeintlichen Tod der deutschen Kleinfamilien trauern, hetzen sie ziemlich ungehemmt gegen die, die sie vormals angeblich beschützen wollten. So bezeichnete der Dortmunder Neonazi Matthias Drewer vor Kurzem das Frausein* als Anzeichen einer Behinderung. Sein großer Bruder Christoph Drewer wünschte 2015 Frauen*, die Geflüchtete unterstützen, Vergewaltigungen und der Neonazi Michael Brück, der hier gestern bei der Nazi-Kundgebung eine Rede hielt, freute sich Ende 2018 über die männliche Dominanz in der Partei „Die Rechte“.

Man sieht, dass Neonazis und Rechte sich nur für Frauen* einsetzen, solange ihre Belange sich für rassistische und neonazistische Hetze ausschlachten lassen. Ansonsten sind ihnen Frauen* nicht nur scheißegal, sie sind sogar noch frauen*feindlich. Wir brauchen also nicht auf eine Verbesserung der Situation für Frauen* von rechts zu hoffen. Im Gegenteil: Wir müssen diese Antifeminist*innen bekämpfen. Sie stellen eine Gefahr für alle Frauen* dar. Besonders für Frauen* of Colour, Frauen* mit Behinderung, Frauen* in prekären Lebensverhältnissen und allen anderen Frauen*, die neben Sexismus noch von anderen Diskriminierungsformen betroffen sind. Ob hier in Westerfilde, in einem anderen Dortmunder Stadtteil, in Deutschland oder sonstwo – wir brauchen und wollen keinen Schutz durch Rassist*innen, Neonazis und pseudo-feministische Männerbünde. Was wir brauchen, sind solidarische Netzwerke, um gemeinsam mit FrauenLesbenTransInter* und nichtbinären Menschen für eine gesellschaftliche Veränderung zu kämpfen. Wir brauchen Empowerment, Selbstverteidigung und eigene Räume. Wir wollen niemanden, der stellvertretend für uns, unsere Rechte und unsere Interessen kämpft, sondern solidarische Unterstützung. Wir wollen selber entscheiden, wie und wofür wir kämpfen.

Im Feminismus ist kein Platz für rassistische, antisemitische, ableistische und sonstige Diskriminierung! Feminismus bleibt antifaschistisch!
Patriarchale und antifeministische Strukturen zerschlagen!
Antifa und Feminismus heißen Angriff – auch hier in Westerfilde!
Autonome Antifa 170

Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Unser Feminismus bleibt antifaschistisch!

PM: Rechte Drohkulisse gegen Zeug*innen im Neonazi-Prozess

Am Donnerstagmorgen hat der Prozess gegen den Neonazi Steven Feldmann am Amtsgericht Dortmund begonnen. Feldmann werden zahlreiche Körperverletzungen und die Verwendung von nationalsozialistischen Symbolen vorgeworfen. Seit dem Herbst sitzt er in Untersuchungshaft. Neonazis aus dem Umfeld der Partei Die Rechte schüchterten vor Prozessbeginn Zeug*innen ein und drängten Besucher*innen aus dem Gerichtssaal.
 
Da im Prozess gegen Feldmann auch mehrere seiner Opfer als Zeug*innen angehört werden sollten, entschlossen sich einige Antifaschist*innen dazu, den Prozess zu begleiten. Wir wollten etwas gegen eine einschüchternde Atmosphäre tun und den Opfern von Steven Feldmann beistehen, so eine der Unterstützer*innen. Doch daraus wurde nichts: Neonazis tauchten in einer Gruppe von über 20 Personen im Gericht auf, schubsten und bedrohten die anwesenden Antifaschist*innen und drängten sie vom Gerichtssaal weg. Statt gegen die aggressiven Neonazis vorzugehen, richteten sich die Justizwachtbeamt*innen gegen die Unterstützer*innen und verwiesen diese aus dem Bereich vor dem Gerichtssaal. Später wurde Nazi-Gegner*innen durch die Polizei ein Betretungsverbot für das Gerichtsgebäude ausgesprochen.
 
Kim Schmidt von der Autonomen Antifa 170 kritisiert: Die Dortmunder Justiz hat das Amtsgericht so zur national befreiten Zone gemacht. Das Gericht ließ zu, dass die Neonazis im Saal und im Gebäude eine Drohkulisse aufbauen konnten, die nicht ohne Wirkung blieb. Ein Zeuge meldete sich aus Angst ab und gab laut Richterin an, lieber ein Ordnungsgeld in Kauf zu nehmen, als vor Gericht zu erscheinen. 
 
Die Antifaschist*innen sehen hier einen neuen Vorfall in einer langen Reihe von Ereignissen, in denen die Dortmunder Justiz einen Kuschelkurs gegenüber Neonazis eingeschlagen hat. Gerade heute, 14 Jahre nach dem Mord an Thomas Schulz, werden für uns Erinnerungen wach, wie die Richter damals das politische Motiv der Tat negiert haben, so Kim Schmidt abschließend.
Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für PM: Rechte Drohkulisse gegen Zeug*innen im Neonazi-Prozess

Kein Handshake mit Nazis – zum Kampfsportler Nico Bergmann

Das neonazistische Kampfsport-Event „Kampf der Nibelungen“ (KdN) taucht in letzter Zeit öfter in den Medien auf. Immer mit dabei sind auch die Dortmunder Neonazis.
Vor einigen Tagen rückte dabei der Kampfsportler Nico Bergmann in den Fokus, der 2018 beim KdN antrat. Trainiert wurde er von Cristoph Drewer, der seit Jahren zum engeren Kreis der Neonazistrukturen um die Partei „Die Rechte“ gehört. Besondere Brisanz hat, dass der 24-jährige Neonazi-Kampfsportler bei der Sparkasse Dortmund arbeitet – und somit Zugang zu sensiblen Kund*innen-Daten hat. Weiterhin wirbt die Sparkasse mit dem Dorstfelder für ein duales Studium.

Es ist inakzeptabel, dass ein Neonazi Zugang zu sensiblen Daten hat. Daher fordern wir die Sparkasse auf, sich zu dem Fall zu positionieren und die Daten der Kund*innen zu schützen.

Kein Handshake mit Nazis!

Hier der Indymedia-Artikel, der am 14.03. zu Bergmann erschien:

https://de.indymedia.org/node/29940

Hier eine Auswertung des KdN 2018 und die für diesen Post verwendeten Bilder:

Der „Kampf der Nibelungen“ 2018 – Eine erste Auswertung

Hier ein Text unserer Genoss*innen der Antifa Union zu Neonazis, Kampfsport und Fußball:

http://antifaunion.blogsport.de/2018/10/29/fuer-stadt-rasse-und-verein-kampfsport-als-verbindendes-element-dortmunder-neonazis-und-hooligans-des-bvb-09/

Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Kein Handshake mit Nazis – zum Kampfsportler Nico Bergmann

Erfolgreiche Demo gegen Nazis in Westerfilde

Vergangenen Samstag, den 23. März, fand die Demonstration gegen Nazis im Dortmunder Vorort Westerfilde statt. Rund 400 Antifaschist*innen schlossen sich der Demonstration des BlockaDO-Bündnisses an, um darauf hinzuweisen, dass die Faschist*innen um die Partei Die Rechte und die Kameradschaft Aktionsgruppe West ihren Raumkampf nicht nur in Dorstfeld führen, sondern eben auch in Westerfilde und dem restlichen Dortmunder Westen. Außerdem ging es darum, die Menschen im Viertel zu unterstützen, die immer wieder mit den Nazis und ihrer extrem rechten Ideologie konfrontiert sind.

Ein gutes Beispiel dafür war die Kundgebung der Nazis am Freitagabend, den 22. März, gegen die Demonstration. Rund 40 von ihnen ergingen sich vor allem in Hetze gegen das Viertel und seine Bewohner*innen, von denen einige schon dort den Nazis zeigten, dass sie unerwünscht sind. Wenig überraschend also, dass die antifaschistische Demo durch den Vorort von vielen Anwohner*innen sehr positiv aufgenommen wurde und sich Teile von ihnen der Demonstration anschlossen. Die „linke Provokation“ existierte eben vor allem in den Köpfen der Nazis.
 
Vom S-Bahnhof Westerfilde führte die Demonstration durch den Vorort, vorbei an migrantisch geprägten Blocks ebenso wie an den Orten, die die Faschist*innen gern für ihre „Aktionen“ nutzen. Den Auftakt machte ein Redebeitrag von Menschen aus dem Viertel, die die versuchte Raumnahme der Rechten nicht hinnehmen wollen. In einer weiteren Rede wurde von der Mean Streets Antifa Dortmund etwa auf die Verstrickung der Dortmunder Szene in die rechten Kampfsportnetzwerke aufmerksam gemacht. Auch am Samstag fand beispielsweise ein Training unter dem „Kampf der Nibelungen“-Label im Ruhrgebiet statt. Diesem Training und weiteren rechten Events dürfte es dann wohl auch geschuldet gewesen sein, dass sich gerade mal acht Nachwuchsnazis an der Ecke Reinbachweg/Bodelschwingher Str. zusammenfanden, um die Demo ein wenig anzupöbeln, bevor sie von den Cops verscheucht wurden. Die Aktionsgruppe West klopft sich freilich dennoch auf die Schulter für diese peinliche Aktion. Ebenso wie ein rechter Twittertroll aus dem Umfeld der hiesigen Gelbwesten, der eigenen Angaben zufolge bereits vor Beginn der Demo mit einem Platzverweis von dannen zog.
Die lautstarke Demonstration zog weiter bis zum Westerfilder Markt. Unterwegs wurden Anwohner*innen immer wieder auf mehreren Sprachen über das Anliegen der Demonstration informiert. Auch auf die kommenden Aufmärsche der Nazis in Wuppertal (20.04.), Duisburg (01.05.) und Dortmund (25.05.) wurde aufmerksam gemacht. Für uns steht fest, dass wir auch dann auf der Straße sein werden, um gegen die rassistische, sexistische und antisemitische Hetze der Nazis zu protestieren.
 
Wir bedanken uns bei allen, die am Samstag mit uns für ein antifaschistisches Westerfilde unterwegs waren und insbesondere bei den Genoss*innen, die Anreisen organisiert und sich am Tag eingebracht haben. Es bleibt noch viel zu tun, aber die Demonstration war ein kraftvolles Zeichen, dass es keine Freiräume für Nazis geben darf. Unseren Redebeitrag, der sich mit Antifeminismus als Scharnier zwischen extremer und Neuer Rechter sowie der viel beschworenen „Mitte der Gesellschaft“ beschäftigte und die rechten Instrumentalisierungsversuche von Frauen in Westerfilde thematisierte, liefern wir in den kommenden Tagen nach.
Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Erfolgreiche Demo gegen Nazis in Westerfilde

Anreise zur Antifaschistischen Demonstration in Westerfilde

Zur Demonstration am 23. März in Westerfilde unter dem Motto „Nazis aus der Deckung holen!“ wird es gemeinsame Anreisen aus Duisburg, Bochum und vom Dortmunder Hauptbahnhof aus geben.

Gemeinsam gegen Faschismus und rechte Umtriebe in Westerfilde und überall!

Treffpunkte:
Duisburg: 10:20 Uhr Bahnhofsvorhalle
Bochum: 10:45 Uhr Buddenbergplatz/Hinterausgang Hbf
Dortmund: 11:30 Uhr Hbf (Ausgang Nord beim Cinestar)

Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Anreise zur Antifaschistischen Demonstration in Westerfilde

Freitag, 22.02.: Gemeinsame Anreise nach Münster

Gemeinsame Zuganreise: Freitag, 22.02. 15.15 Uhr Dortmund Hbf, Nordausgang vor Cinestar! Fahrt mit uns nach Münster!

Am Freitag, den 22.02. möchte die AfD im Rathaus Münster ihren Neujahrsempfang abhalten. Als sie das vor zwei Jahren schonmal versuchten, gingen 10.000 Menschen dagegen auf die Straße. Auch in diesem Jahr soll in Münster ein starkes Zeichen gegen den Rechtsruck und für eine solidarische Geselschaft gesetzt werden.

Die AfD lädt zum Neujahrsempfang? Wir kommen gerne zum Partycrashen.

Weitere Infos beim Kein-Meter-Bündnis.

Veröffentlicht unter General | Kommentare deaktiviert für Freitag, 22.02.: Gemeinsame Anreise nach Münster