Es reicht schon lange! Unser Aufruf zur Demo gegen rechte Gewalt am 24.09.

Plakat_esreichtAm 24. September findet in Dortmund eine Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Die Demo wird getragen von zahlreichen politischen Organisationen, die sich nach der Eskalation rechter Gewalttaten Anfang August unter dem Motto „Es reicht“ zusammengefunden haben, um mit einer Kampagne ein Zeichen gegen rechte Gewalt zu setzen.

Die Autonome Antifa 170 ruft mit einem eigenen Aufruf zur Teilnahme an der Demonstration auf. Kommt am 24.09. nach Dortmund – ab 13:00 vor der Steinwache, HBF Nordausgang

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Germany is coming home – Mobivortrag gegen die Einheitsfeier in Dresden”

3oct12. September | 19:00 | Nordpol Dortmund

Am 3. Oktober will sich die deutsche Nation wieder selbst feiern – dieses Jahr unter dem Motto „Brücken bauen“ in Dresden. Sachsen wurde durch Pegida, Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte und den immer wieder wütenden rechten Mob zum Sinnbild des Rechtsrucks in Deutschland. Und noch viel mehr: Die Landeshauptstadt Dresden ist zum Symbol und Ausgangspunkt der Restauration des neuen deutschen Nationalismus geworden.Die Brücken, die hier gebaut werden, verbinden letztendlich völkische, rassistische und nationalistische Kräfte zu einem Konsens von Abschottung, Armut und Ausgrenzung.

Das Dresdner Bündnis “Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative” ruft zu Protesten vom 2.-3.10. auf. Warum diese notwendig sind, welche Planungen es gibt und wie sonst Perspektiven linksradikale Politik in Dresden aussehen, soll während der Veranstaltung besprochen werden.

Also: Sachsen lädt ein: Let‘s crash their party!

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Messer und Kühnengruß: Polizei auf dem rechten Auge blind

Bilder vom Protest gegen die Nazikundgebung am 02. September zeigen, wie ein Neonazi mit einem Messer Gegendemonstrant_innen bedroht. Umstehende Polizist_innen sehen von Strafverfolgung ab.

Bereits im Laufe der Proteste hatten wir und andere gemeldet, dass Benjamin Göddert, ein Neonazi aus dem Umfeld der Dortmunder Szene, Antifaschist_innen mit einem Messer bedroht hatte. Aktuelle Bilder vom Freitag belegen diesen Vorwurf. Göddert, der eher dem Alkohol- und Drogenmilieu in der Dortmunder Szene zuzuordnen ist, zieht während eines Wortgefechts im Bereich der U-Bahnhaltestelle Brunnenstraße ein Butterfly-Messer aus seiner Hosentasche und öffnet es. Weiterlesen

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Naziaufmarsch in der Nordstadt ohne „Restdeutsche“ – Nazi droht mit Messer

protest020916Etwa 50 Neonazis hielten heute eine Kundgebung in der Schleswiger Straße ab. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein, um ihnen den Weg freizumachen. Ein Neonazi zog am Rande der Gegenproteste ein Messer.

Die Neonazis hatten am Mittwoch eine Kundgebung gegen die „Ghettoisierung“ der Nordstadt angekündigt. Von den angeblichen „Restdeutschen“ im Viertel, an deren Seite sie sich stellen wollten, war allerdings nicht viel zu sehen, denn erschienen waren die üblichen 50 Sympathisant_innen und Kader der Partei „Die Rechte“ (ehem. Nationaler Widerstand Dortmund). Weiterlesen

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02.09.: Nordstadt selber machen – Nazis vertreiben.

21.12. HeckenstrAm Freitag ab 19:30 Uhr wollen die Dortmunder Neonazis der Partei „die Rechte“ eine Kundgebung an der Schleswiger Straße im Dortmunder Norden abhalten. Wir sagen: Auf die Straße, zeigen wir ihnen was die Nordstadt von Nazis hält.

+++Update 01.09. 23:45+++
Treffpunkt für die Aktionen morgen ist um 17:30 auf dem Nordmarkt.

Die Kundgebung der Neonazis richtet sich gegen die vermeintliche „Ghettoisierung“ des Stadtteils. Dabei geht es ihnen erklärtermaßen darum, die „Restdeutschen“ – Gemeint sind die wenigen im Viertel verbliebenen NS-Freaks – in ihrem „Widerstand“ zu unterstützen.

Wir setzen den rassistischen und völkischen Zumutungen – nicht nur von Seiten der Neonazis – unsere Idee von einer Nordstadt für alle entgegen. Der Kampf gegen die soziale Ausgrenzung lässt sich nur gemeinsam gewinnen. Die perfide Logik der rechten Hetzer, die absurde Konzepte wie „Abstammung“ und „Kultur“ über die gemeinsamen Interessen der Ausgebeuteten stellt, weisen wir zurück. Wir haben mehr gemeinsam mit unseren Arbeits(-losen) Kolleg_innen und Nachbar_innen im Viertel als mit denen, die über Jahre die sozialen Probleme Dortmunds in die Nordstadt abgeschoben haben.

Deshalb kommt am Freitag auf die Straße. Seid frühzeitig im Nordmarktkiez, denn die Neonazis sind zuletzt immer früher als angekündigt aufgetaucht, um unseren Gegenaktionen auszuweichen. Achtet auf Ankündigungen bzgl. Treffpunkten.

Nordstadt selber machen – Nazis vertreiben.

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10.09. Werl Pt. 2 – Den AfD Landesparteitag blockieren

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Am 10. und 11. September findet in Werl, bei Soest, erneut ein AfD-Landesparteitag statt, bei dem die Partei ihre Wahllisten für die kommende Landtagswahl aufstellen will. Als antifaschistische und antirassistische Gruppen, die sich an der Kampagne Nationalismus ist keine Alternative beteiligen, rufen wir dazu auf, sich am 10.09. an Blockaden in Werl zu beteiligen.

Während wir uns beim letzten Parteitag im Juli in Werl mit einem eignen Block an der Demonstration des lokalen Bündnisses gegen Rassismus beteiligten haben wollen wir nun einen Schritt weiter gehen. Wir werden da sein um den AfD-Landesparteitag noch deutlicher entgegen zu treten. Damit werden wir deutlich machen, dass wir der AfD in NRW auch zukünftig das Leben schwer machen werden.

Treffpunkt zur Anreise aus Dortmund ist um 07:45 am HBF Dortmund (Nordausgang/vor Cinestar)

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Kraftvolle Demonstration gegen rechte Gewalt in Dortmund

Demo_20_08_2016In Dortmund haben heute 700 Menschen gegen rechte Gewalt demonstriert. Anlass war eine Serie von Übergriffen auf Antifaschist_innen, die am vergangenen Sonntag in einer Messerattacke gipfelte.

Die Teilnehmenden zogen mit Zwischenstops in der Nähe des Tatorts und an der ehemals von Neonazis genutzten Immobilie in der Rheinischen Straße 135 nach Dorstfeld, wo zahlreiche Kader der rechten Szene wohnen – einige von ihnen wurden bei den letzten Angriffen als Täter erkannt. Weiterlesen

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Es Reicht! Demonstration gegen Rechte Gewalt am 20.08.2016

Es ReichtEine Serie Rechter Übergriffe in Dortmund gipfelte am letzten Sonntag (14.08.2016) in einem Messerangriff auf einen Antifaschisten. Mit einem gemeinsamen Aufruf mobilisieren Antifaschistische und Linke Gruppen aus Dortmund und NRW zu eine Demonstration nach Dorstfeld am Samstag den 20. August. Treffpunkt ist um 12:00 an den Katharinentreppen, gegenüber vom Hauptbahnhof.

Der Aufruf: Weiterlesen

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Rechte Angriffsserie mündet in Messerattacke

kundg_kreuz_1.11.In den letzten Wochen häufen sich Angriffe von Dortmunder Neonazis auf Menschen, die ihnen als politische Gegner gelten. Mit der Nachricht von einem Messerangriff am gestrigen Sonntag erreicht die aktuelle Serie rechter Überfälle eine neue und doch altbekannte Eskalationsstufe.

Im folgenden ein Überblick über die Vorfälle und der Versuch einer Einordnung
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100.000 Stühle leer! Gegen den AfD-Landesparteitag in Werl!

Nika_block_werl100.000 Stühle leer! Gegen den AfD-Landesparteitag in Werl!

Für den 2. und 3. Juli ruft der NRW-Landesverband der „Alternative für Deutschland“ ihre Mitglieder zu einem Landesparteitag nach Werl. In der gemütlichen Kleinstadt im Niemandsland zwischen Ruhrgebiet, Sauerland und Ostwestfalen will sich die Partei in aller Ruhe auf den kommenden Landtagswahlkampf 2017 einstimmen. Doch auch im Hinterland regt sich Widerstand gegen nationalistische, rassistische und chauvinistische Politik: Das „Bündnis gegen Rassismus Soest“ ruft unter dem Motto „Gemeinsam gegen rassistische Hetze!“ für den 2. Juli zu einer Kundgebung vor der Stadthalle und einer Demonstration durch Werl auf. Die Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative!“ mobilisiert zu einem eigenen NIKA-Block bei der Demo. Wir, antifaschistische Gruppen aus NRW, rufen dazu auf, diesen Protest zu unterstützen und der AfD im Hinterland keine Ruhe zu lassen!

Das Fleisch ist schwach, der Geist nicht willig und die Furcht noch groß genug

Die AfD NRW befindet sich nach den heftigen Flügelkämpfen und dem „Putsch“ gegen Parteigründer Bernd Lucke zumindest in NRW immer noch in einer Phase der Konsolidierung. Der unverhohlen völkisch auftretende Flügel um AfD-Kader wie den Lehrer Christian Blex aus dem Kreis Warendorf und sich vordergründig bürgerlich-konservativ gebende Kreisverbände streiten um die richtige PR-Strategie für den kommenden Wahlkampf – und umso heftiger um die zu verteilenden Posten vor und nach der Wahl. Zahlreiche Austritte auf kommunaler Ebene machen die Arbeit an der Basis schwierig, was die Partei derzeit durch ständige Demonstrationen, vor allem in Ostwestfalen, zu kaschieren versucht.
Nach dem die AfD ihren Bundesparteitag in Stuttgart ohne große Zerwürfnisse überlebt hat, wird sie nun auch auf dem NRW-Landesparteitag versuchen, die eigenen Reihen rechtzeitig vor dem Landtagswahlkampf zu schließen. Der Parteitag in Werl ist also keine reine Formalie, sondern hat strategisch wie psychologisch Bedeutung für die AfD NRW.

Kein Schnaps der Welt lässt uns Freunde werden

Inhaltlich eint alle AfD-Flügel eine nationalistische, rassistische und chauvinistische Politik, sowie ein reaktionäres Verständnis von Familie und Geschlecht. Egal, welche Fraktion sich innerhalb der AfD durchsetzt, egal wie moderat sie sich geben mag: Wir werden die AfD genauso vehement bekämpfen wie jede andere rechte Partei oder Bewegung auch!
Das bedeutet auch, der Strategie, die AfD in der Diskussion oder alleinig über personelle Verknüpfungen mit der extremen Rechten zu„entlarven“, eine Absage zu erteilen. Die AfD ist derzeit nicht erfolgreich, weil sie die Menschen geschickt in die Irre führt, sondern weil ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Gesellschaft empfänglich für eine Politik der Menschenfeindlichkeit ist. Dies als fehlgeleitete „Sorgen, Ängste oder Frust“ zu interpretieren, mag bequem sein, bringt die Debatte aber kein Stück weiter – ganz im Gegenteil. Wer hier verhandeln oder kanalisieren will, macht solche Forderungen salonfähig und sich selbst mitschuldig. Bei rassistischen, nationalistischen, sexistischen und reaktionären Positionen gibt es keine Kompromisse.

Früher war da doch mal Hass?!

War der Protest gegen die AfD in ihren Anfangsjahren noch ein alleiniges Betätigungsfeld der radikalen Linken, haben mittlerweile – wohl auch aufgeschreckt durch die Wahlerfolge der AfD – viele der etablierten Parteien den Protest gegen die AfD für sich entdeckt. In vielen Städten NRWs bilden sich breite Bündnisse, in denen auch antifaschistische Gruppen aktiv sind. Diese Bündnisarbeit ist auf vielfältige Art und Weise wichtig, darf aber nicht dazu führen, dass die inhaltliche Auseinandersetzung mit den aktuell herrschenden Zuständen ausbleibt oder verflacht.
Die Antwort der Politik auf die Autonomie der Migration und das Erstarken rechter Parteien lautete bis auf wenige Ausnahmen: Mehr Abschottung, mehr Repression und vor allem die Inkaufnahme von mehr Toten vor, an und innerhalb der Grenzen der Festung Europa. Dies zu kritisieren und politisch wie auch praktisch für einen Wandel der tödlichen europäischen Migrationspolitik zu kämpfen, darf nicht hinter einer „die Feinde unserer Feinde“-Logik zurück stehen. Umso wichtiger ist es, in breiteren Bündnissen klar Position zu beziehen und Kritik auch offen zu äußern. Dazu gehört auch, den symbolischen Rahmen von Protest verlassen und Regeln zu brechen, wenn dies sinnvoll ist. Von Menschen- und Lichterketten werden sich Biedermeier und BrandstifterInnen nicht aufhalten lassen.

I love Fahrtwind

Genug Gründe, um den eigenen Kiez zu verlassen und am 2. Juli ins triste Hinterland zu fahren.
Kommt mit uns nach Werl – der AfD ihren Rückzugsraum nehmen! Gemeinsam gegen den Landesparteitag der AfD! Kreativ. Entschlossen. Unversöhnlich. Nationalismus ist keine Alternative!

Antifaschistische Linke Münster
Autonome Antifa 170 Dortmund
Antifaschistische Aktion Werne

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