Wo Rauch ist, ist auch Feuer – zum Brand in der AWO-Begegnungsstätte Bodelschwingh

leibniz2_ageIn der Nacht auf Montag, den 25.01.2016, hat es in der AWO-Begegnungsstätte in Dortmund-Bodelschwingh gebrannt. Eine achtköpfige Refugeefamilie, die im Gebäude untergebracht war, entkam nur knapp dem Feuer, das sie im Schlaf überraschte. Die Feuerwehr rettete sie mit einer Drehleiter aus dem völlig verrauchten Haus. Der Vorfall ist angesichts von zwei Brandanschlägen in Dortmund im vergangenen Jahr alarmierend. Weiterlesen

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Erneut Brandanschlag in Witten: Demonstration gegen Gewalt und Rassismus am Freitag

Witten_kein_platz_fuer_rassismusIn Witten haben bisher unbekannte Täter in der Nacht von Sonntag auf Montag Holzbaracken angezündet, in die demnächst Geflüchtete einziehen sollten. Es ist bereits der zweite Anschlag auf eine geplante Unterkunft in Witten.

Das Bündnis „Ennepe-Ruhr stellt sich quer“ ruft deshalb am Freitag zu einer Demonstration gegen Rassismus und Gewalt auf. Beginn ist um 17:30 am HBF Witten. Mehr Infos findet ihr hier.

Im folgenden der Aufruf des Bündnis: Weiterlesen

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Nazikundgebung in Eving – Wir sind schon da!

MegafonAm Freitagabend wollen die Dortmunder Neonazis von „Die Rechte“ eine Kundgebung in Dortmund-Eving abhalten. Das Thema ist kein neues: Wie in vielen anderen Städten versuchen die Neonazis, sexuelle Gewalt für rassistische Hetze zu instrumentalisieren. Wir rufen dazu auf, ab 18:30 an der U-Bahnhaltestelle „Zeche Minister Stein“ den Neonazis eine klare Ansage zu machen.

Seit der Silvesternacht in Köln kennen Rassist_innen im ganzen Land nur noch ein Thema: sexuelle Übergriffe durch vermeintliche oder tatsächliche Geflüchtete. Ganze Bevölkerungsteile, die bisher eher durch die Relativierung solcher Übergriffe aufgefallen sind und Frauen wahlweise raten, ihre Kleidung oder gleich die ganze Freizeitgestaltung zu ändern, sind plötzlich Empört über sexuelle Gewalt – wenn die Haut- und Haarfarbe der Täter ins Programm passt. Weiterlesen

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1 Jahr Pegida in Duisburg – we still hate mondays

Am 18.01. jährt sich der Beginn der wöchentlichen rassistischen Aufmärsch von Pegida NRW in Duisburg. zusammen mit antifaschistischen Gruppen aus Duisburg und NRW rufen wir zu einer Demonstration am Jahrestag auf.

Beginn ist um 18:00 am Osteingang des Duisburger Hauptbahnhof.

Unbenannt

Im Januar 2015 begann Pegida NRW in Duisburg montägliche „Abendspaziergänge“ durchzuführen. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten damals dem Aufruf der Rassisten – es war zugleich das erste und letzte Mal, dass es nennenswerte Gegenproteste der Duisburger Zivilgesellschaft gab.

Zum 1. Geburtstag von Pegida NRW bringen wir keine Blumen mit. Weder für den offen rassitischen Mob auf der Straße und seine willigen Vollstrecker in den Amtsstuben und im Bundestag – noch für islamistische Hetzer.

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NSU-Aufklärung begleiten – Auf nach Düsseldorf

Mitglieder des NSU-PUA bei ihrer Ortsbegehung in Dortmund.

Mitglieder des NSU-PUA bei ihrer Ortsbegehung in Dortmund.

Seit einem Jahr gibt es im Landtag von Nordrhein-Westfalen einen Untersuchungsausschuss zu den Taten des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) im Bundesland. Der Ausschuss soll die Versäumnisse der Behörden in NRW untersuchen, sich ein Bild über die neonazistische und rechtsterroristische Szene verschaffen und Schlussfolgerungen für Sicherheitsbehörden und Justiz im Land erstellen.

Nach einem holprigen Start läuft die Arbeit seit etwa einem Jahr. Nachdem bisher die Anschläge in der Probsteigass und der Keupstraße in Köln Thema waren, beginnen ab Januar 2016 die Untersuchungen zum Mord an Mehmet Kubaşık. Neben der eigentlichen Tat wird auch die Verstrickung der Dortmunder Naziszene in den Rechtsterrorismus sowie Vorgehen, Fehltritte und Versäumnisse von Polizei und Geheimdiensten behandelt.

Die Angehörigen Mehmet Kubaşıks werden am 13. Januar über ihre Erlebnisse nach dem Mord berichten. Sie werden erzählen wie Polizei und Staatsanwaltschaft mit ihnen umgegangen sind. In den folgenden Tagen werden Polizeibeamte und der damals zuständige Staatsanwalt vernommen. Sie werden den Parlamentariern erklären müssen, wie sie damals ermittelt haben. Über die Dortmunder Naziszene und ihre Verstrickungen in das militante Rechtsrock Spektrum wird neben Beamten des Dortmunder Staatsschutz auch Rechtsrock-Experte Jan Raabe sprechen.

Wir rufen dazu auf, die Sitzungen des Untersuchungsausschuss zu besuchen. Solidarität mit den Angehörigen und Betroffenen ist ebenso nötig wie die kritische Beobachtung der Polizei und des Verfassunsgsschutz.

Termine:

13. 01. 10 Uhr: Befragung von Angehörigen von Mehmet Kubasik
14. 01. 10 Uhr: Aussagen von Staatsanwaltschaft, Augenzeugin, Mordkommission
15. 01. 10 Uhr: Aussagen W. Geier (BAO Bosporus), B. Gricksch (PP Dortmund)
21. 01. 13:30 Uhr: Sachverständiger Jan Raabe, Aussage Staatsschutz (PP Dortmund)
17. 02. 10 Uhr: tba
18. 02. 13:30 Uhr: tba
26. 02. 10 Uhr: tba
04. 03. 10 Uhr: tba

Protokolle von Sitzungen des Ausschuss gibt es bei NSU-Watch NRW.

Der Auftrag des Ausschusses ist hier nachzulesen. (PDF)

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Pogrome verhindern bevor sie stattfinden – Demo in Duisburg am 07.12.2015

antifa-demo-duisburg-nopegida07.12.2015 | 18:00 Uhr | Friedrich-Wilhelm-Platz Duisburg

Anreisetreffpunkt: 16:50 Dortmund HBF Nordausgang / vor Cinestar

In Duisburg findet zur Zeit wöchentlich ein Aufmarsch von Rassist_innen und Neonazis statt. Unter dem Namen „Pegida NRW“ und in Anlehnung an die Dresdener Demonstrationen laufen Kader aus rechten Parteien, Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum, Hooligans von HoGeSa und Rassisten, die bisher nicht durch Kontakte zur organisierten Rechten aufgefallen sind, jeden Montag durch die Stadt im westlichen Ruhrgebiet.

Um dem rassistischen Mob etwas entgegen zu setzen, rufen wir mit anderen Antifaschistischen Gruppen zu einer Demonstration am 07. Dezember auf. Wir stellen uns den Rassist_innen entgegen, ohne dabei zu übersehen, dass im „Schweineherbst“ 2015 längst nicht nur die Hetzer_innen von Pegida und die Welle von Übergriffen zur Bedrohung geworden sind. Von CDU bis zu den Grünen gibt es einen Konsens für Asylrechtsverschärfungen und Abschottungspolitik, der tausenden von Geflüchteten zum Verhängnis wird.

Der Aufruf zur Demo: Weiterlesen

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Redebeitrag auf der Demo in Remagen: Dortmund, die Nazi-Hochburg?

Die knapp 15-köpfige Abordnung der Dortmudner Nazis in Remagen

Die knapp 15-köpfige Abordnung der Dortmunder Nazis in Remagen

In Remagen marschieren heute Etwa 120 Neonazis, die den toten deutschen Kriegsgefangenen Gedenken wollen. Mit Phantasiezahlen und Gräuelgeschichten über das dortige Gefangenenlager versuchen sie sich an der Umkehr der Geschichte und stellen die Mörder aus Wehrmacht und SS, die in Remagen inhaftiert waren, als eigentliche Opfer des Krieges dar.

Immer mit dabei sind auch die Neonazis aus Dortmund, früher als „Nationaler Widerstand Dortmund“, seit dem Verbot in gleicher Besetzung als Partei „Die Rechte“. Im Rahmen der Gegendemo haben wir einen Redebeitrag zur Dortmunder Naziszene gehalten, den wir hier dokumentieren möchten:

Wir stehen hier in Remagen, um gegen den Nazi-Aufmarsch in Erinnerung an die Rheinwiesenlager zu demonstrieren. Bei dem Aufmarsch spielen auch Dortmunder Neonazis eine Rolle. Seit dem ersten Aufmarsch in Remagen beteiligen sie sich, halten Reden und unterstützen bei der Organisation. NS-Verherrlichung gehört für die Dortmunder Nazis zu den Kernthemen. Erst in der vergangenen Woche beteiligten sie sich beim städtischen Gedenken zum Volkstrauertag, den sie noch immer als Heldengedenken bezeichnen.

Die Dortmunder Neonazis, die sich in der Partei „Die Rechte“ organisieren, umweht ein Mythos. Die Szene in Dortmund sei groß, sei gewalttätig und besonders gefährlich. Nun wollen wir das Fascho-Problem in unserer Stadt nicht klein reden, aber für eine realistischere Einschätzung sorgen.
Ja, mit fünf durch Nazis ermordeten Menschen hat Dortmund einen traurigen Spitzenplatz in NRW, und ja die NS-Szene baut auf Kontinuitäten seit über 30 Jahren auf. Und es stimmt auch, dass die Nazis bis zum Verbot des „Nationalen Widerstands“ im Sommer 2012 immer wieder durch gewalttätige Übergriffe aufgefallen sind, und dass Menschen, die in ihr Feindbild passen, es in dieser Zeit nicht leicht hatten in Dortmund.

Mittlerweile sieht es in Dortmund aber anders aus.

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Samstag in Remagen: NS Verherrlichung stoppen

Kampagnenflyer_2015_vorne[1]21.11.2015 | 11:00 | Remagen | Anfahrt

Seit Jahren findet in Remagen ein Naziaufmarsch statt, bei dem Neonazis aus der Szene der freien Kameradschaften demonstrieren. Als Anlass dienen ihnen die ehem. Alliierten Kriegsgefangenenlager an den Rheinwiesen. Mit Phantasiezahlen über angeblich massenhafte Todesfälle versuchen sie sich an einer Schuldumkehr, in der die internierten Mörder aus Wehrmacht und SS zu unschuldigen Opfer der auf Vernichtung des „deutschen Volkes“ zielenden Alliierten werden. So weit, so absurd.

Neben diesem neonazistischen Trauer- und Opferkult dient die Veranstaltung aber vor allem als Treffpunkt: Zahlreiche rechte Kader, vielfach mit besten Verbindungen in den Rechtsterrorismus, finden sich am Wochenende in Remagen zusammen. Weiterlesen

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Bochum: 14.11. Antira-Demo – Migration is not a crime!

Demo-14-11-141x200Im Rahmen der Kampagne “Flucht ist kein Verbrechen” findet am Samstag, den 14. November 2015, ab 15 Uhr eine Demonstration in Bochum statt. Treffpunkt ist gegenüber vom Haupteingang des Hauptbahnhofes. Das Motto der Demonstration ist: Flucht ist kein Verbrechen! Ihre Verhinderung schon! Für ein Leben in Würde für alle!

Hier gibt es mehr Infos zur Kampagne und zur Demo.

Für die Anreise aus Dortmund empfehlen wir den Regionalexpress um 14.45 Uhr ab Dortmund Hauptbahnhof.

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Antifacafe am 12.11 zur Antifa Gençlik

 

Am 12. November findet im Nordpol das monatliche Antifacafe statt. Thema ist die Antifa Gençlik:

Flyer IDD A6 1 Entwurf front finalIn dem Vortrag wird die konflikthafte Hervorbringung und Reproduktion der Vergesellschaftung in der BRD in diesen turbulenten Jahren (Ende 1980er-Anfang 1990er Jahre) anhand der Rekonstruktion der Geschichte der Antifa-Genclik genährt. Was ist denn Antifa-Genclik: Antifa Genclik ist mehr als ein zwangsläufiges Resultat der deutschen Migrationspolitik Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre, obwohl sie doch unter derzeitigen historischen und politischen Entwicklungen entstanden ist und ihre Existenz dieser zu verdanken hat. Sie ist auch mehr als eine temporäre Erscheinung einer von zahlreichen Jugendbanden, die einer klaren subkulturellen Epoche zuzurechnen ist. Sie war auch kein Vorposten einer migrantischen Avantgarde, denen irrigerweise in den 1990er Jahren oft die Rolle des revolutionären Subjektes zugeschrieben wurde. Schließlich war sie auch keine unproblematische Vereinnahmung oder Verdinglichung und einer – zugeschriebenen – Identität/Identifikation. Sie war eher ein Ereignis, im Sinne eines unerwarteten Zusammenkommens unterschiedlicher Körper, Energien, Intensitäten, ein Ineinanderfalten unterschiedlicher Zeiten, Räumen, Erfahrungen, Signifikanten. Sie war mehr als eine Reihe möglicher Handlungen, abgeschlossener Aktivitäten ebenso mehr als eine Verkörperung der Machteffekte, sei es disziplinär oder biopolitisch. Eher als Unfall, als ein Riss bei der politischen Ordnung der Dinge der Welt.

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