Kein Platz für Neonazis und AfD an der Uni – Podiumsdiskussion geht in Protest unter.

Die für den heutigen Abend geplante Podiumsdiskussion zum Wahljahr wurde nach Protesten von Studierenden abgebrochen. Ein Großteil der Zuschauer war nicht bereit, die Anwesenheit der AfD auf dem Podium und Neonazis im Zuschauerraum zu akzeptieren.

Bereits im Vorfeld war der Veranstalter, das Autonome Schwulenreferat (ASR), wegen der Einladung der AfD massiver Kritik ausgesetzt. Als Teil der Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ haben wir genauso wie Studierende und (Lokal)Politiker die Ausladung des Vertreters der AfD gefordert. Insbesondere nachdem das Rektorat der TU Dortmund betonte, keinen Einfluss auf die Inhaltliche Gestaltung zu nehmen und das ASR sich inhaltlich zu einer Teilnahme der AfD bekannte.

Die Situation eskalierte am Donnerstag Abend bereits vor der Veranstaltung, als ca 20 bekannte Neonazis an der Uni erschienen, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Nachdem die Neonazis auf anreisende Studierende los gingen, trennte die zunächst nur schwach vertretene Polizei sie von den übrigen wartenden Zuschauern. Das Unverständnis über die Haltung des ASR wuchs weiter, als klar wurde, dass die Nazis nicht des Hauses verwiesen wurden, sondern an der Veranstaltung in einem für sie reservierten Teil des Hörsaals teilnehmen sollten.

Als diese Plätze durch die anwesenden Studierenden besetzt wurden, drohte der Veranstalter bereits mit dem Abbruch der Veranstaltung. Immer wieder stimmten viele der Zuschauer Parolen an, hielten Schilder hoch und machten deutlich, dass ein Auftritt der AfD nicht toleriert würde. Nach kurzer Zeit zog der Veranstalter die Reißleine und sagte die Podiumsdiskussion ab.

Wir begrüßen die klare Positionierung vieler Anwesender. Es ist ein Fehler, durch die Einladung zu Podien und Talkshows der AfD eine Bühne für ihre rassistische und antisemitische Hetze zu geben. Nationalismus ist keine Alternative!

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