Schwulenreferat hält trotz Kritik an AfD-Auftritt fest

Die geplante Teilnahme der Jugendorganisation der AfD, Junge Alternative(JA), an einer Podiumsdiskussion zum Wahljahr 2017 an der Uni Dortmund hat in den letzten Tagen für einiges Aufsehen gesorgt. Studierende und Antifaschist_innen kritisieren den Auftritt, die Univerwaltung dementierte eine Einmischung. Trotzdem hält das Autonome Schwulenreferat am Auftritt der AfD fest.
Seit Bekanntwerden des AfD-Auftritts kursiert in sozialen Medien die Frage, wie ein Autonomes Schwulenreferat auf die Idee kommt, einen Vertreter der homophoben AfD einzuladen. Antifaschist_innen, Lokalpolitiker_innen und Studierende äußern schwarfe Kritik. Das Schwulenreferat erklärte in zwei Stellungnahmen, dass sie sich durch die Vergaberichtlinien für universitäre Räume dazu gezwungen sähen, die AfD einzuladen – ein skandalöser Eingriff in die Politik einer Minderheitenvertretung an der Uni.

Seit Montag gibt es allerdings Zweifel an der Darstellung des Schwulenreferats. In einem Statement erklärte die Pressestelle der TU Dortmund, dass die Unileitung keinesfalls Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung genommen habe und das auch nicht vorhabe.

Das Schwulenreferat hält trotz dieses Dementis an dem Auftritt der AfD fest und hat in einer Erklärung zwar seine Vorwürfe gegen die Uni wiederholt, gleichzeitig aber auch erklärt, man sehe die Einladung der AfD als Chance zur uneingeschränkten Meinungsbildung.

Mittlerweile steht das Schwulenreferat im Zentrum der Kritik um die Veranstaltung am heutigen Abend. In einer Stellungnahme bringt der AStA der benachbarten FH Dortmund die Kritik auf den Punkt: „Kurz gesagt: Rassismus, Sexismus und Nationalismus sind für uns abzulehende Ideologien und keine Positionen, die in einer Diskussion verhandelbar wären. Auch wenn wir es wichtig finden, sich mit gegenteiligen Meinungen auseinanderzusetzen: Es existiert ein Unterschied zwischen Themen, die in einer pluralistischen Gesellschaft diskutiert werden können, und menschenverachtenden Äußerungern. Ebenso entzieht es sich unserem Verständnis, warum das ASR ausgerechnet eine Partei einlädt, welche die Rechte von homosexuellen Menschen einschränken will.“

Die Veranstaltung findet ungeachtet aller Kritk heute Abend um 19:00 im Hörsaal 1 der Emil-Figge-Straße 50 statt. Kommt dort hin und macht euren Protest gegen den Auftritt der AfD dort deutlich.

Nationalismus ist keine Alternative!

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