Wuppertal: Demonstration gegen Rassismus und rechte Gewalt

Am 11. April griffen Neonazis aus dem Spektrum des Hooligan-Netzwerks HoGeSa in Wuppertal einen Besucher des Autonomen Zentrum mit einem Messer an [1][2][3]und verletzten ihn schwer. Der Betroffene schwebte mehrere Wochen in Lebensgefahr.

Die Polizei nahm den Vorfall zum Anlass, das Komplette AZ Wuppertal zu durchsuchen, Türen einzutreten und Menschen, die erste Hilfe leisteten, als Tatverdächtige in Gewahrsam zu nehmen.

Mittlerweile gibt es zwei Tatverdächtige Neonazis, die Polizei will aber von einem rechten Mordversuch nichts wissen. Zeit also, Druck auf die verantwortlichen für den Skandalösen Polizeieinsatz auszuüben. Zeit, Druck auf Zeitungen auszuüben, die nur allzu bereit sind, die Falschdarstellungen der Polizei zu übernehmen. Zeit, gegen rechte Gewalt zusammenzustehen.

Kommt zur Demonstration gegen Rassismus und rechte Gewalt am 13. Juni 2014 in Wuppertal. Die Anarchistische Gruppe Dortmund organisiert eine gemeinsame Zuganreise, Treffpunkt ist um 10:50 HBF Dortmund Nordausgang, vor dem Cinestar.

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Antifacafe am Donnerstag: Syriza – Hoffnungsträger oder Illusion?

Am 14. Mai öffnet das Antifacafe im Nordpol zu seiner nächsten Veranstaltung. Eingeladen haben die Organisator_innen diesmal John Malmatinas, der über die Perspektive Linksradikaler Politik in Griechenland nach dem Wahlsieg von Syriza referiert.

Donnerstag, 14. Mai | 19:00 | Nordpol

Mit dem Wahlsieg von Syriza ist in Europa ein ideologischer Riss entstanden. Selten standen die Chancen für Kapitalismuskritik besser als gerade eben jetzt. Durch den Wahlsieg der neuen griechischen Regierung ist eine politische Alternative entstanden, anhand derer man auch hierzulande verdeutlichen könnte, dass es etwas Besseres gibt als das neoliberale Regime. Allein, dass überhaupt wieder in politischen Kategorien – und nicht in denen des politischen Sachzwangs – diskutiert werden kann, ist ein Fortschritt. Nutzen wir die Chance und vergrößern wir den Riss! Weiterlesen

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8. Mai – Tag der Befreiung

Am 8. Mai soll in Oberhausen eine Demo anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung vom Nationalsozialismus stattfinden. Diese soll um 20 Uhr am Friedensplatz in Oberhausen starten.

Wir rufen dazu auf, an der Demo teilzunehmen und den Tag gebührend zu feiern! Wir fahren gemeisam aus Dortmund nach Oberhausen. Falls ihr Interesse habt, euch uns anzuschließen, kommt um 18:45 zum Nordausgang des Hauptbahnhofs (vor dem Cinestar). Seid rechtzeitig dort, damit wir gemeinsam Tickets kaufen können.

Hier der Aufruf der Antifa Oberhausen.

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1. Mai – Kein Feiertag für Nazis – Alle um 15:00 zum Hauptbahnhof!

MegafonAm ersten Mai haben die Dortmunder Neonazis mehrere Demonstrationen im Ruhrgebiet angemeldet. Sie treffen sich an unter anderem am Dortmunder Hauptbahnhof, um von dort anzureisen. Was passieren kann, wenn sich Neonazis am Hauptbahnhof treffen, hat der 1. Mai 2009 gezeigt: Damals haben sich über Stunden immer mehr rechte gesammelt und schliesslich die Demonstration des DGB angegriffen, statt wie angekündigt zu eine Demonstration zu fahren.

Seit Jahren ist der 1. Mai, der traditionelle Feiertag der Arbeiter_innenbewegung, Datum für Naziaufmärsche. Dabei haben die Neonazis ihre ganz eigene Interpretation des Tages gefunden: Problematisch ist für sie nicht etwa, dass Menschen ausgebeutet werden, sie stört vor allem, dass diese Ausbeutung auch durch Nichtdeutsche stattfindet. Sie fabulieren vom „guten“ Kapital, dass sie mit deutschen Unternehmern identifizieren und vom „schlechten“ Kapital, dass ihnen als Projektion für ihre Antisemitische Hetze dient.

Ein anderer Sündenbock für die Neonazis sind geflüchtete aus den vielen Krisenregionen, die versuchen, in Deutschland und Europa Schutz zu finden. Diesen Menschen, die größte Gefahren auf sich nehmen, um die abgeschotteten Grenzen zu überwinden, machen die Neonazis für Sozialabbau und andere Widerlichkeiten verantwortlich, die im Namen der Wettbewerbsfähigkeit gegen die Bevölkerung durchgesetzt werden.

Wir setzen dieser Hetze unsere Solidarität mit den Ausgebeuteten und Verfolgten entgegen. Wir stellen uns gegen die Gewalt der Neonazis und den Rassismus der Bürger, die keine Geflüchteten in ihrem Stadtteil wollen. Wir werden am 1. Mai am Bahnhof sein, um den Nazis das Feld nicht zu überlassen.

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One Struggle, One Fight – in Hamburg, Dortmund und überall

Geflüchtete aus Hamburg und Dortmund und ihre Unterstützer_innen planen am Samstag, den 25. April, eine Kundgebung auf dem Kirchplatz in der Münsterstraße. Ab 18:00 Uhr gibt es Redebeiträge von Geflüchteten und Unterstützer_innen, Videos, Livemusik, eine Fotoausstellung und vieles Mehr.

In ihrem Aufruf schreiben die Organisator_innen:

hhdoÜberall in Deutschland organisieren sich Geflüchtete um sich gegen die Unzumutbarkeiten des Migrations- und Asylregimes zu wehren. Sie kämpfen für das Recht zu bleiben, für globale Bewegungsfreiheit und für ein gleichberechtigtes Leben. Thematisiert werden die haltlosen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften, ihre Ausgrenzungs- und Rassismuserfahrungen, die sie tagtäglich auf der Straße, bei den Behörden und anderswo erfahren und setzen so den Fokus auf die restriktive Asyl- und Aufenthaltspolitik. Dabei finden sie Unterstützung von antirassistischen Aktivist*innen und Initiativen, die sich solidarisch mit den Forderungen der Geflüchteten erklären und die Notwendigkeit gemeinsamer Kämpfe sehen, und schließen sich in lokalen Bündnissen und Gruppen zusammen. Weiterlesen

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G-E-Blockt: Naziaufmarsch am 1. Mai in Gelsenkirchen verhindern

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Am ersten Mai wollen Neonazis von „Die Rechte“ von Essen nach Gelsenkirchen marschieren. Das Bündnis G-E-Blockt ruft zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch auf.

Nachdem die Neonazis von „Die Rechte“ in den letzten Jahren bevorzugt in ihrer Hochburg Dortmund zum 1. Mai aufmarschiert sind, haben sie dieses Jahr anscheinend einen anderen Ort gewählt. Von Essen-Steele wollen sie nach Gelsenkirchen-Rotthausen laufen. Neue Ideen sind dabei allerdings kaum zu erwarten: In einem kurzen Aufruf arbeiten sich die Neonazis ab an den üblichen Schlagwörtern vom Untergang Deutschlands und den aufrechten Deutschen, die dagegen Kämpfen.

Erstaunlich bedeckt halten sie sich über ihre Konkrete Planungen. Obwohl ihre Anmeldung in Essen und Gelsenkirchen von der Polizei öffentlich gemacht wurde, werden auf den Internetseiten der Neonazis bisher nur Anreisetreffpunkte für einen Aufmarsch „irgendwo im Ruhrgebiet“ beworben.

Als Antifaschistische Gruppe aus Dortmund unterstützen wir selbstverständlich die Proteste vor Ort und werden uns den Aktionen des Bündnis G-E-Blockt anschließen. Aktuelle Infos zur Anreise und den konkreten Planungen in Essen/Gelsenkirchen erhaltet ihr in den nächsten Tagen auf unserem Blog und der Homepage des Bündnisses.

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Nach Messerattacke und Polizeirazzia: Solidarität nach Wuppertal!

header-az-wuppertalWir, die Autonome Antifa 170 aus Dortmund, erklären uns solidarisch mit dem AZ Wuppertal. Der Angriff auf einen Freund des Autonomen Zentrum durch HoGeSa nahestehende Personen, die räumliche Nähe zum AZ selber und die Brutalität der Attacke zeigen eine Besorgniserregende Entwicklung auf. Wir wünschen dem verletzten Menschen eine gute Besserung und werden die Entwicklung rechter Schlägergruppen in Wuppertal weiter aufmerksam beobachten.

Antifaschistischer Selbstschutz ist und bleibt notwendig. Lasst euch nicht einschüchtern. Alles alles gute und der Wunsch auf eine schnelle Genesung gehen an den Verletzten, seine Freunde und Verwandte und das AZ Wuppertal!

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Buchvorstellung: Antifa – Geschichte einer linksradikalen Bewegung

Am 18. April stellt Bernd Langer sein Buch „Antifa – Geschichte einer Linksradikalen Bewegung“ im Nordpol vor. Beginn der Veranstaltung ist um 18:00. Aus dem Klappentext des Buchs:

574_langer_antifaschistischeaktion_presseHeute sind die Doppelfahnen der »Antifaschistischen Aktion« das am häufigsten genutzte Symbol der linken Szene. Auch unter »Antifa« kann sich wohl jede_r etwas vorstellen. Schwarzer Block gleich Antifa; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.

Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nationalsozialisten mehr und mehr in den Fokus. 1932 mündete diese Entwicklung in der Gründung der Antifaschistischen Aktion.

In der BRD griffen kommunistische Gruppen in den 1970er Jahren das Emblem wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurde es zum Zeichen der heutigen Antifa. Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis.
Dieses Buch liefert den ersten umfassenden Überblick über die Entwicklung der Antifa. Ein Grundlagenwerk für Aktivist_innen und all diejenigen, die erfahren wollen, in welcher Tradition Antifaschismus in Deutschland steht.

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300 Menschen erinnern an Mehmet Kubaşık

tag_der_solidaritaet_2015Etwa 300 Menschen nahmen heute an einer Demonstration für Mehmet Kubaşık teil. Kubaşık wurde 2005 in seinem Kiosk an der Mallinckrodtstraße von den Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) erschossen.

Die Demonstration fand im Rahmen des „3. Tag der Solidarität“ statt, den die DIDF Dortmund organisierte. Vom Gedenkstein an der Mallinckrodtstraße zogen die Teilnehmer_innen zum Mahnmal für die Opfer des NSU an der Steinwache. Dort Sprachen unter anderem der Anwalt der Familie Kubaşık, der Bezirksbürgermeister, Vertreter von Migrant_innenorganisationen und Menschen aus der Nordstadt. Weiterlesen

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Demo in Gedenken an Mehmet Kubaşık

Update: Antifa-Treffpunkt ist 14:30 Uhr am Hauptbahnhof Dortmund / Nordausgang Cinestar. Die Antifaschistische Linke Münster ruft ebenfalls zur Demo auf.

gedenkstein_mehmet_kubasik__lbAm 04. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk an der Mallinckrodtstraße in Dortmund ermordet. Die Schüsse auf ihn waren Teil einer Mordserie, die über mehrere Jahre 9 Opfer zählte, und, wie wir heute wissen, von Neonazis verübt wurde, die sich selber „Nationalsozialistische Untergrund“ nannten

Kommt am Samstag zur Gedenkdemo für Mehmet Kubaşık. Die Versammlung beginnt um 15:00 am Gedenkstein an der Mallinckrodtstraße 190

Zu den Hintergründen und der öffentlichen Wahrnehmung des NSU-Mordes haben wir in unserem Aufruf zur Demo „Ten Years Later“ in Gedenken an Thomas Schulz einiges geschrieben. Wir kritisieren insbesondere die rassistische gefärbten Ermittlungen der Polizei und fragen nach möglichen Unterstützer_innen des NSU in der Dortmunder Naziszene. Mehr lesen.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf unsere Veranstaltungsreihe anlässlich des Jahrestages des Mordes hinweisen. Die nächsten Veranstaltungen finden am 03. April mit NSU-Watch NRW und am 05. April mit Kutlu Yurtseven statt.

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