Aufruf zur Prozessbeobachtung im “Hirsch-Q”-Prozess:

Am vergangenen Donnerstag hat am Landgericht Dortmund der Prozess gegen zehn Neonazis aus dem Umfeld der “Skinhead-Front Dortmund-Dorstfeld” wegen des brutalen Überfalls auf die Kneipe “Hirsch-Q” am 12.12.2010 begonnen. Den zwei Frauen und acht Männern wird Sachbeschädigung, Landfriedensbruch und schwere Körperverletzung vorgeworfen – einer der Angeklagten hob nach dem Angriff die Hand zum Hitlergruß. Beim Prozessauftakt wurde nach dem Verlesen der Anklageschrift, die Hauptverhandlung auf den 27.06. vertagt. Wir rufen hiermit zur kritischen Prozessbegleitung auf.

Bei dem Angriff wurden damals mehrere BesucherInnen der “Hirsch-Q” schwer verletzt. Unter anderem wurde einer am Boden liegenden Person mehrfach mit Springerstiefeln gegen den Kopf getreten und mit einem Messer in Oberschenkel und Arm gestochen.

Wir möchten euch hiermit dazu aufrufen den Prozess zu beobachten, damit die Bänke im Saal nicht den Neonazis überlassen werden. Zudem ist es weiterhin wichtig den Prozess kritisch zu begleiten, da von milden Urteilen gegen die Neonazis auszugehen ist. Die Verschleppung des Prozesses, über zweieinhalb Jahre nach dem eigentlichen Überfall, durch die Staatsanwaltschaft und weitere Ermittlungsbehörden lässt zu befürchten, dass die stadtbekannten Neonazis um Sven Kahlin mit milden Urteilen davon kommen werden. In der Vergangenheit ignorierten die RichterInnen darüber hinaus oftmals die politische Motivation der TäterInnen. Zudem gilt unsere Solidarität und Unterstützung den Betroffenen insbesondere den Nebenklägern und ZeugInnen, also bildet Bezugsgruppen mit Bekannten und anderen Interessierten und kommt zahlreich zu den unten genannten Terminen.

Uns ist bewusst, dass Prozessbegleitungen uns auch an die eigenen Grenzen führen können, niemand sitzt gerne mit Neonazis in einem Raum. Gerade in letzter Zeit konnte in NRW jedoch bewiesen werden, dass antifaschistische Prozessbeobachtung und Solidarität auch funktionieren kann.

Erscheint zahlreich! Solidarität muss praktisch werden!

Kommende Termine “Hirsch-Q”-Prozess im Landgericht Dortmund (vermutlich Saal 130):

27. Juni 13:00 Uhr
08. Juli 10:30 Uhr
29. Juli 10:30 Uhr
01. August 13:00 Uhr
22. August 13:00 Uhr
04. September 09:15 Uhr
09. September 10:30 Uhr
23. September 10:30 Uhr
07. Oktober 10:30 Uhr
09. Oktober 09:15 Uhr
16. Oktober 09:15 Uhr
06. November 09:15 Uhr
18. November 10:30 Uhr

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Gegen die Nazikundgebung am 11. Juni

via dortmund.blogsport.de

Am 11.06. wollen, wie bereits bekannt, Neonazis der Partei „Die Rechte“ in Dortmund eine Kundgebung gegen den Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck abhalten. Großspurig kündigten die Neonazis an, auf dem Platz der alten Synagoge in der Dortmunder Innenstadt ihre Kundgebung abzuhalten, dies ist ihnen jedoch polizeilich untersagt worden. So werden die Neonazis aller Wahrscheinlichkeit nach an der U-Bahnstation „Stadtgarten“ ihre Kundgebung abhalten. Derzeit mobilisieren die Rechten für 19:00 Uhr dorthin. Die Station befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Platz der alten Synagoge.

Antifaschistische Initiativen mobilisieren derweil für 18:00 Uhr zum Platz der alten Synagoge um von dort aus auf etwaige Naziaktionen angemessen reagieren zu können. Wir werden den Neonazis an diesem Tag nicht die Möglichkeit geben ihre antisemitische Hetze ohne Protest auf die Menschen loszulassen.

Sollte es die Möglichkeit geben, werden wir den neuen Kundgebungsplatz der Neonazis blockieren!
Kommt zahlreich und bringt eure FreundInnen mit!

Kein Platz für Neonazis – Gegen jeden Antisemitismus!

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Köln, 7.6. | Spontandemo: Clément von Nazis ermordet – Kein Vergeben! Kein Vergessen!

Nach dem Mord an einem 18-jährigen Antifaschisten in Paris ruft der Antifa-AK Köln zu einer Spontandemonstration auf.

Beginn ist heute, 7. Juni, um 21:00 Uhr am Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs.

Hier der Aufruf: Weiterlesen

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19:00, Reinoldikirche: Solidarität mit #occupygezi

Seit mehreren Tagen finden in Istanbul und mittlerweile der ganzen Türkei Proteste gegen die Regierung des Ministerpräsidenten Erdogan und seine islamisch-konservative Partei AKP statt. Die zunächst lokal begrenzte Auseinandersetzung um ein Bauprojekt auf einer der letzten Grünflächen der Stadt weitete sich nach brutalen Gewaltexzessen der Polizei, bei denen mehrere Menschen getötet worden sein sollen, auf das ganze Land aus. Einen Überblick der Ereignisse bietet Indymedia Linksunten

Für heute, 19.00 Uhr, rufen DIDF und die alevitische Gemeinde in Dortmund zu einer Solidaritätskundgebung an der Reinoldikirche auf.

Bereits gestern trafen sich etwa 30 Menschen zu einer spontanen Kundgebung an den Katharinentreppen, hier ein Eindruck:

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1800 Menschen auf Demonstration: „Das Problem heißt Rassismus“

An der gestrigen Demo in Gedenken an die Opfer des tödlichen Brandanschlags auf das Haus der Familie Genç nahmen ca. 1800 Menschen teil. Die Demonstration zog vom Bahnhof Solingen Mitte, vorbei am Rathausplatz, zu dem Ort, an dem im Mai 1993 vier Junge Männer einen der schlimmsten Anschläge der von rechten Morden geprägten frühen 90er Jahre verübten.

Neben dem Gedenken an die Toten und Verletzten war zentrales Anliegen der Demonstration, auf den politischen Kontext der Tat hinzuweisen. Wenige Tage vor dem Brandanschlag erreichte die Hetze der deutschen Politik gegen Asylbewerber_innen ihren Höhepunkt mit der faktischen Abschaffung des Asylrechts in Deutschland.

Es ist erfreulich, dass so viele Menschen mit verschiedenen politischen Hintergründen den Weg nach Solingen gefunden haben und gemeinsam den Opfern des rechten Terrors gedachten. Wir freuen uns besonders über den Anklang, den der Treffpunkt für die gemeinsame Anreise gefunden hat und wollen auch in Zukunft solche Treffpunkte veröffentlichen.

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Gemeinsame Demo-Anreise: 25.05. Solingen – Das Problem heißt Rassismus!

Die Autonome Antifa 170 unterstützt die Demonstration „20 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen: Kein Vergeben, kein Vergessen! – Das Problem heißt Rassismus!“ am 25.05.2013 in Solingen und ruft dazu auf, sich an dieser zu beteiligen.

Wir würden uns zusätzlich freuen, wenn sich möglichst viele Menschen unserer Zugverbindung anschließen würden:

Abfahrt: Dortmund Hbf | 10:53 Uhr | Gleis 3 | RB 29203
Ankunft: Schwerte (Ruhr) | 11:12 Uhr | Gleis 6

Abfahrt: Schwerte (Ruhr) | 11:27 Uhr | Gleis 4 | RE 10719
Ankunft: Solingen Hbf | 12:14 Uhr | Gleis 1

Abfahrt: Solingen Hbf | 12:32 Uhr | Gleis 9 | RB 69814
Ankunft: Solingen Mitte | 12:41 Uhr

animiert

Den Demonstrations-Aufruf und weitere Informationen findet ihr unter:
http://solingen93.org

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Konzert am 30.04: Neuer Ort – Dietrich-Keuning-Haus

Das Konzert am Vorabend des 1. Mai musste kurzfristig in einen anderen Raum verlegt werden und findet jetzt im Dietrich-Keuning-Haus statt.

Einlass ist nach wie vor um 19:00 Uhr und es spielen wie angekündigt Derelyction, Gone to Waste und Großebombeallesweg!

Checkt auch die aktuellen Informationen zur Demo am 1. Mai auf dortmund.blogsport.de.

Spread the Word!

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„Blut muss fließen“ Filmvorführung am 29.04.

Das Bündnis „Dortmund Nazifrei“ und das „Forum gegen Rassismus“ zeigen im Vorfeld zum 1.Mai den Film „Blut muss fließen“.
Gezeigt wird der Film um 16:00 im AStA Seminarraum, TU Dortmund und um 19:30 Uhr im Fritz Henßler Haus. Außerdem nimmt sich das Bündnis Dortmund Nazifrei vor, am Abend noch über Gegenaktivitäten zum mittlerweile erlaubten Naziaufmarsch zu informieren. Weiterlesen

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100 Menschen auf Demo gegen geplantes Nazi-Parteibüro

100 Menschen, so berichtet das Bündnis „Huckarde stellt sich quer“ auf seiner Homepage, nahmen am Samstag an der Demonstration gegen das geplante Büro der Partei „Die Rechte“ teil.

Die Redner_innen thematisierten in ihren Beiträgen während der Demonstration die Tatenlosigkeit der städtischen Politik, die jahrelang das Dortmunder Naziproblem geleugnet und verharmlost hat, sowie die Verstrickungen zwischen Staat und faschistischem NSU-Terrornetzwerk.

Während die Demo für das Bündnis ein Erfolg war, wurde das Ende der Aktion von gewalttätigen Polizist_innen überschattet.

Mehrere Beamt_innen griffen unangekündigt die friedliche Veranstaltung an, um einen Teilnehmer festzunehmen. Dabei wurden zahlreiche Umstehende von Polizist_innen geschlagen, eine Aktivistin erlitt einen Rippenbruch und einen Asthmaanfall, weitere wurden leicht verletzt.

Den gesamten Bericht findet ihr auf der Homepage des Bündnisses: huckardequer.blogspot.de

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Demo gegen Nazizentrum

Unter dem Motto “Huckarde stellt sich quer – Gegen Nazis in Dortmund und überall” findet am Samstag eine Demonstration gegen das in dem Stadtteil geplante Nazizentrum statt. Beginn ist um 11:00 Uhr auf dem Marktplatz in Huckarde.

Die Organisator_innen der Demonstration sind ein Zusammenschluss antifaschistischer Jugendlicher aus Huckarde und werden unterstützt von der „Linksjugend [’solid]“. In ihrem Aufruf schreiben sie:

Die Neonazis schaffen sich neue Strukturen – aber die Köpfe und die Ziele sind die Alten. Sie versuchen, Menschen mit ausländischen Wurzeln einzuschüchtern. Sie bedrohen politische Gegner_innen und greifen diese an. In Dorstfeld hat hierbei das Büro der Neonazis in der Rheinischen Straße eine wichtige Rolle gespielt. Nun soll die Huckarder Straße die neue Anlaufstelle für Nazis aus Nordrhein-Westfalen werden? Nicht mit uns!

Wir rufen dazu auf, die Proteste der Anwohner_innen zu unterstützen. Kommt am Samstag zur Demo in Huckarde!

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