One Struggle, One Fight – in Hamburg, Dortmund und überall

Geflüchtete aus Hamburg und Dortmund und ihre Unterstützer_innen planen am Samstag, den 25. April, eine Kundgebung auf dem Kirchplatz in der Münsterstraße. Ab 18:00 Uhr gibt es Redebeiträge von Geflüchteten und Unterstützer_innen, Videos, Livemusik, eine Fotoausstellung und vieles Mehr.

In ihrem Aufruf schreiben die Organisator_innen:

hhdoÜberall in Deutschland organisieren sich Geflüchtete um sich gegen die Unzumutbarkeiten des Migrations- und Asylregimes zu wehren. Sie kämpfen für das Recht zu bleiben, für globale Bewegungsfreiheit und für ein gleichberechtigtes Leben. Thematisiert werden die haltlosen Zustände in den Flüchtlingsunterkünften, ihre Ausgrenzungs- und Rassismuserfahrungen, die sie tagtäglich auf der Straße, bei den Behörden und anderswo erfahren und setzen so den Fokus auf die restriktive Asyl- und Aufenthaltspolitik. Dabei finden sie Unterstützung von antirassistischen Aktivist*innen und Initiativen, die sich solidarisch mit den Forderungen der Geflüchteten erklären und die Notwendigkeit gemeinsamer Kämpfe sehen, und schließen sich in lokalen Bündnissen und Gruppen zusammen. Weiterlesen

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G-E-Blockt: Naziaufmarsch am 1. Mai in Gelsenkirchen verhindern

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Am ersten Mai wollen Neonazis von „Die Rechte“ von Essen nach Gelsenkirchen marschieren. Das Bündnis G-E-Blockt ruft zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch auf.

Nachdem die Neonazis von „Die Rechte“ in den letzten Jahren bevorzugt in ihrer Hochburg Dortmund zum 1. Mai aufmarschiert sind, haben sie dieses Jahr anscheinend einen anderen Ort gewählt. Von Essen-Steele wollen sie nach Gelsenkirchen-Rotthausen laufen. Neue Ideen sind dabei allerdings kaum zu erwarten: In einem kurzen Aufruf arbeiten sich die Neonazis ab an den üblichen Schlagwörtern vom Untergang Deutschlands und den aufrechten Deutschen, die dagegen Kämpfen.

Erstaunlich bedeckt halten sie sich über ihre Konkrete Planungen. Obwohl ihre Anmeldung in Essen und Gelsenkirchen von der Polizei öffentlich gemacht wurde, werden auf den Internetseiten der Neonazis bisher nur Anreisetreffpunkte für einen Aufmarsch „irgendwo im Ruhrgebiet“ beworben.

Als Antifaschistische Gruppe aus Dortmund unterstützen wir selbstverständlich die Proteste vor Ort und werden uns den Aktionen des Bündnis G-E-Blockt anschließen. Aktuelle Infos zur Anreise und den konkreten Planungen in Essen/Gelsenkirchen erhaltet ihr in den nächsten Tagen auf unserem Blog und der Homepage des Bündnisses.

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Nach Messerattacke und Polizeirazzia: Solidarität nach Wuppertal!

header-az-wuppertalWir, die Autonome Antifa 170 aus Dortmund, erklären uns solidarisch mit dem AZ Wuppertal. Der Angriff auf einen Freund des Autonomen Zentrum durch HoGeSa nahestehende Personen, die räumliche Nähe zum AZ selber und die Brutalität der Attacke zeigen eine Besorgniserregende Entwicklung auf. Wir wünschen dem verletzten Menschen eine gute Besserung und werden die Entwicklung rechter Schlägergruppen in Wuppertal weiter aufmerksam beobachten.

Antifaschistischer Selbstschutz ist und bleibt notwendig. Lasst euch nicht einschüchtern. Alles alles gute und der Wunsch auf eine schnelle Genesung gehen an den Verletzten, seine Freunde und Verwandte und das AZ Wuppertal!

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Buchvorstellung: Antifa – Geschichte einer linksradikalen Bewegung

Am 18. April stellt Bernd Langer sein Buch „Antifa – Geschichte einer Linksradikalen Bewegung“ im Nordpol vor. Beginn der Veranstaltung ist um 18:00. Aus dem Klappentext des Buchs:

574_langer_antifaschistischeaktion_presseHeute sind die Doppelfahnen der »Antifaschistischen Aktion« das am häufigsten genutzte Symbol der linken Szene. Auch unter »Antifa« kann sich wohl jede_r etwas vorstellen. Schwarzer Block gleich Antifa; so vermitteln es zumindest die Medien in falscher Verkürzung. Denn die Geschichte dieser Bewegung reicht weit zurück und ist keineswegs auf Militanz zu reduzieren.

Antifaschismus wurde in Deutschland Anfang der 1920er Jahre als polemischer Kampfbegriff durch die KPD eingeführt. Verstanden wurde darunter Antikapitalismus. Erst Anfang der 1930er Jahre rückte der Kampf gegen die Nationalsozialisten mehr und mehr in den Fokus. 1932 mündete diese Entwicklung in der Gründung der Antifaschistischen Aktion.

In der BRD griffen kommunistische Gruppen in den 1970er Jahren das Emblem wieder auf. Später, von Autonomen übernommen und neu gestaltet, wurde es zum Zeichen der heutigen Antifa. Undogmatisch, radikal und systemkritisch ist Antifaschismus also von jeher viel mehr als nur ein Kampf gegen Nazis.
Dieses Buch liefert den ersten umfassenden Überblick über die Entwicklung der Antifa. Ein Grundlagenwerk für Aktivist_innen und all diejenigen, die erfahren wollen, in welcher Tradition Antifaschismus in Deutschland steht.

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300 Menschen erinnern an Mehmet Kubaşık

tag_der_solidaritaet_2015Etwa 300 Menschen nahmen heute an einer Demonstration für Mehmet Kubaşık teil. Kubaşık wurde 2005 in seinem Kiosk an der Mallinckrodtstraße von den Neonazis des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) erschossen.

Die Demonstration fand im Rahmen des „3. Tag der Solidarität“ statt, den die DIDF Dortmund organisierte. Vom Gedenkstein an der Mallinckrodtstraße zogen die Teilnehmer_innen zum Mahnmal für die Opfer des NSU an der Steinwache. Dort Sprachen unter anderem der Anwalt der Familie Kubaşık, der Bezirksbürgermeister, Vertreter von Migrant_innenorganisationen und Menschen aus der Nordstadt. Weiterlesen

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Demo in Gedenken an Mehmet Kubaşık

Update: Antifa-Treffpunkt ist 14:30 Uhr am Hauptbahnhof Dortmund / Nordausgang Cinestar. Die Antifaschistische Linke Münster ruft ebenfalls zur Demo auf.

gedenkstein_mehmet_kubasik__lbAm 04. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk an der Mallinckrodtstraße in Dortmund ermordet. Die Schüsse auf ihn waren Teil einer Mordserie, die über mehrere Jahre 9 Opfer zählte, und, wie wir heute wissen, von Neonazis verübt wurde, die sich selber „Nationalsozialistische Untergrund“ nannten

Kommt am Samstag zur Gedenkdemo für Mehmet Kubaşık. Die Versammlung beginnt um 15:00 am Gedenkstein an der Mallinckrodtstraße 190

Zu den Hintergründen und der öffentlichen Wahrnehmung des NSU-Mordes haben wir in unserem Aufruf zur Demo „Ten Years Later“ in Gedenken an Thomas Schulz einiges geschrieben. Wir kritisieren insbesondere die rassistische gefärbten Ermittlungen der Polizei und fragen nach möglichen Unterstützer_innen des NSU in der Dortmunder Naziszene. Mehr lesen.

An dieser Stelle möchten wir noch einmal auf unsere Veranstaltungsreihe anlässlich des Jahrestages des Mordes hinweisen. Die nächsten Veranstaltungen finden am 03. April mit NSU-Watch NRW und am 05. April mit Kutlu Yurtseven statt.

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Vortragsreihe zum Mord an Mehmet Kubaşık

KubasikstrasseAm 4. April 2006 erschossen Neonazis den Kioskbetreiber Mehmet Kubaşık in seinem Geschäft. Heute wissen wir: der Mord war Teil einer Mordserie von Neonazis. In drei Vorträgen möchten wir uns anlässlich des Jahrestages seines Todes mit dem Aktuellen Stand der Aufklärung und der Situation der Betroffenen des NSU-Terrors beschäftigen.

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1500 gegen Rechte Gewalt und im Gedenken an Schmuddel

HochtranspaZehn Jahre nach dem Mord an Thomas „Schmuddel“ Schulz am 28. März 2005 gingen heute weit über 1000 Menschen auf die Straße, um an den Punk zu erinnern und gegen rechte Gewalt und ihre Dortmunder Protagonisten, die Neonazis von „Die Rechte“ zu demonstrieren.

Zuvor hatten viele Hundert Menschen versucht, einen Naziaufmarsch zu blockieren, dessen Route im Saarlandstraßenviertel die Polizei bis kurz vor Beginn des Aufmarschs geheim hielt. Die Polizei kesselte hier viele Menschen in der Innenstadt ein, um Aktionen gegen den Naziaufmarsch zu unterbinden.

Berichte zum Tag findet ihr bei dortmund.blogsport.de und BlockaDO.

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Gemeinsam gegen Neonazis am 28. März!

Am 28. März findet in Dortmund zum 10. Todestag von Thomas Schulz eine antifaschistische Demonstration gegen rechte Gewalt statt. Parallel hierzu haben die Neonazis der Partei „Die Rechte“ einen Aufmarsch mit anschließendem RechtsRock-Konzert angekündigt. Offensichtlich handelt es sich hierbei um eine Provokation. Neonazis wollen an dem Jahrestag eines Nazimordes ihre rassistische und antisemitische Ideologie auf die Straße tragen.

schmuddel_15_mobi2_hpfinal_plakat_1000x1415Dennoch hat sich die „Antifaschistische Union Dortmund“, die die Demonstration am 28. März organisiert, dazu entschlossen, nicht direkt darauf zu reagieren. Da die Demonstration zum letzten Mal stattfinden wird, soll sie nicht als explizite Gegenaktion zum Naziaufmarsch verstanden werden, sondern als eigenständige Antifa-Demo in Erinnerung an alle Opfer rechter Gewalt.

Das Bündnis „Blockado“ hat entschieden, sich am 28. März den Neonazis aktiv in den Weg zu stellen. Dabei soll versucht werden, den Naziaufmarsch zu blockieren. Auch diese Aktionsform ist wichtig, um den Neonazis nicht das Gefühl zu geben, dass sie störungsfrei ihre Propaganda verbreiten können. Weiterlesen

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Hammer Klüngel: LOTTA zu den Vorgängen um eine Fachstelle für „Deradikalisierung“ in Hamm

Bereits zu ihrer Zeit als Leiterin der Opferberatungsstelle Backup fiel Claudia Luzar, Sozialwissenschaftlerin und gerne zitiert „Expertin“ in Sachen Extremismus, durch zweifelhafte offene Briefe und fehlende Abgrenzung von Opferbetreuung und Täterarbeit auf. Nach ihrem Abgang aus Dortmund hat sie nun offenbar eine neue Beschäftigung in Hamm gefunden, wo sie eine neues Projekt für „Trainings- und Beratungsmethoden zur Deradikalisierung und Ausstiegshilfe“ leiten soll.

Die Kritik am Zustandekommen dieser Stelle durch die örtlichen Antifaschist_innen und Politiker der Opposition beschreibt die Lotta in ihrer aktuellen Ausgabe: Weiterlesen

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