03.10. Gemeinsame Anreise nach Hamm

Am 03.10. machen der Haekelclub590 eine Demonstration gegen Nazistrukturen und den Rechtsruck, für eine solidarische Gesellschaft. Kommt mit nach Hamm und unterstützt die Leute dort in ihrem Anliegen. Die gemeinsame Anreise trifft sich am 03.10. um 12.20 Uhr am Dortmunder Hbf-Nordausgang (vor Cinestar).

Nachfolgend dokumentieren wir den mehrsprachigen Kurzaufruf des Haekelclubs. Einen ausführlichen Aufruf, der auf die lokale Situation in Hamm eingeht, findet ihr hier.

Kurzaufruf für die Demonstration am 3.10. in Hamm auf deutsch, englisch (english), türkisch (Türkçe), arabisch (العربية), persisch (فارسی), russisch/русский und französisch/français:

Deutsch:

Kein Raum für Nazis – Gemeinsam gegen Rechtsruck und Nazistrukturen!

In Hamm haben Nazis eine eigene Räumlichkeit. Dort machen sie immer wieder menschenverachtende Veranstaltungen. Der Nazi-Raum gehört geschlossen!

Gleichzeit gewinnen rassistische Parteien, wie die AfD in Deutschland mehr Einfluss. Dadurch wird die Situation für Geflüchtete, Migrantinnen, LGBTQI und Gegnerinnen der Rechten immer gefährlicher.

Setzen wir mit einer Demonstration am 3. Oktober um 13 Uhr an der Luisenstraße am Bahnhof gemeinsam ein Zeichen. Zusammen gegen Nazistrukturen, gegen den Rechtsruck und für eine solidarische Gesellschaft!

Demo gegen Rechts: 3. Oktober 2019 / 13 Uhr / Luisenstraße / Bahnhof Hamm Westf.

Englisch/english:

No space for Nazis-Unified against the rightward shift and Nazi structures.

In Hamm Nazis have an estate, which they regularly use for contemptous and xenophobic events. These premises should be shut down.

At the same time racist parties like the AfD in Germany expand their influence. This makes the situation for refugees, migrants, LGBTQI and other enemies of the right increasingly dangerous.

Let’s take a stance together by demonstrating on the third of October at one pm at the Luisenstraße near the train station. Together against Nazi structures, against the shift to the right and for a solidary society.

Demonstration against right: 3rd of Oct 2019 / 1pm / Luisenstraße / train station Hamm westf.

Türkisch/Türkçe:

Nasyonal Sosyalistlere yer yok – Sağ ve Nazi yapılarına karşı birlikte!

Hamm’da nazilerin kendilerine ait buluşma yerleri var. Bu buluşma yerlerinde insanlığa aykırı defalarca nefret iceren etkinlikler düzenlendi.
Nazi büroları/buluşma yerleri kapatılsın!

Aynı zamanda, AfD gibi ırkçı partiler Almanya’da daha fazla nüfuz (güç de diyebiliriz) kazanmaktadır. Bu durum mülteciler, göçmenler, LGBTQI ve aykırı düşünceye sahip olan insanlar için tehlike barındırmaktadır.

3 Ekim, saat 13:00’de Luisenstraße’de yapacağımız eylemle bu duruma karşı birlikte tavır alalım. (tren istasyonda) Nazi yapılarına ve sağ akıma karşı. Dayanışmacı bir toplum için!

Sağa karşı eylem: 3 Ekim 2019/ saat 13’de / Luisenstraße / Hamm Westf.

Arabisch/
العربية
:

لا مجال للنازيين – معاً ضد الهياكل اليمينية والنازية!

في هام النازيين لهم مساحة خاصة بهم. هناك ، يكررون الأحداث اللامبالية بالإنسانية. هذه المساحة يجب أن تغلق!

في الوقت نفسه ، تكتسب الأحزاب العنصرية مثل حزب العدالة والتنمية نفوذاً أكبر في ألمانيا. هذا يجعل الوضع بالنسبة للاجئين والمهاجرين ومثليي الجنس ومعارضي اليمين أكثر خطورة.

جنبا إلى جنب مع مظاهرة يوم 3 أكتوبر في لويسن شتراسه Luisenstr الساعة 13:00 نضع علامة معا على محطة القطارات. معاً ضد الهياكل النازية وضد اليمين ومن أجل مجتمع متضامن!

مظاهرة ضد اليمين: ٣ اكتوبر ٢٠١٩ الساعة الواحدة ظهرا محطة هام فست Hamm Westf

Persisch/
:فارسی

اينجا جاى نازى ها نيست !
باهم در مقابل فشارهاى راستگرايانه و ساختارهاى نازى ها ايستاده ميشويم !

در Hamm نازی ها مكان ها خواص خود را دارند. در آنجا آن ها مرتباً برنامه هاى غير انسانى خود را انجام ميدهند. اين مكان ها بايد بسته شوند !

در همین زمان ، احزاب نژادپرستانه مانند AfD در آلمان نفوذ بیشتری کسب می کنند. این مسئله وضعیت پناهندگان ، مهاجران ، LGBTQI و مخالفان راست را خطرناک تر می کند.

بيايد باهم با يك حركت مدنى بزرگ و تظاهرات در برابر ساختارهای نازی ، علیه راستگرایان و برای یک جامعه همبسته گردهماى كنيم !
زمان :
03. Oktober 2019 /13 Uhr
مكان:
Luisenstraße / Bahnhof Hamm Westf.

Russisch/русский

Нет места для нацистов – вместе против правых и нацистских структур!

В Хамме у нацистов есть своё помещение, где они устраивают собрания, тематика которых направлена против мирного населения. Это помещение должно быть закрыто!

В то же время расистские партии, такие как АфД, приобретают все большее влияние в Германии. Это делает ситуацию для беженцев, мигрантов, ЛГБТКИ и противников правого движения более опасной.

Демонстрацией, которая состоится 3 октября в 13 часов на Луизенштрассе возле вокзала (Luisenstraße am Bahnhof), мы хотим выразить наше отношение к происходящему. Вместе против нацистских структур, против правых и за солидарное общество!

Демонстрация против правых состоится: 3 октября 2019 в 13 часов по адресу Luisenstraße / Bahnhof Hamm Westf.

Französisch/français

Pas d’espace pur les Nazis!
Tous ensemble contre le déplacement politique vers la droite et les structures extrèmes droites!

À Hamm, les Nazis ont des locaux où ils organisent des évènements inhumains. Cet espace Nazi doit être fermé!

En même temps, les parties rassistes comme na AFD gagnent de plus en plus pouvoir en Allemagne.
Ainsi, la situation des réfugiés, les migrants, les LGBTQI et les Anti-Nazis devient plus douteux.

Alors, allons définir un signe contre les structures extrèmes droites, contre le déplacement politique vers la droite

et pour une société solidaire-
avec la MANIFESTATION
le 3ème octobre
à 13 heures
à la gare, Luisenstraße.

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Neonazi-Demo durch Polizeigewalt ermöglicht!

Am 30.09. fand die erste von zwölf angekündigten Montagsdemonstrationen der Neonazis in der Nordstadt statt. Es ist das dritte Mal in kürzester Zeit, dass die Dortmunder Neonazis durch das migrantisch geprägte Viertel gelassen wurden. Auch dieses Mal fanden sich viele Leute zusammen, um gegen den rechten Aufmarsch zu protestieren.
 
Gleichzeitig fand gegenüber dem Neonazi-Bekleidungsgeschäft „Tönsberg“ im Brüderweg eine BlockaDO-Kundgebung statt, bei der mit kurzen Videos über Neonazis und die von ihnen ausgehende Gefahr informiert wurde. Dies war bereits die fünfte Kundgebung an einem Montag in Folge. 
 
Am veröffentlichten Antifa-Treffpunkt versammelten sich rund 100 Leute, um ihren Protest auf die Straße zu tragen. Zahlreiche Gegendemonstrant*innen und Anwohner*innen stießen im späteren Verlauf des Abends zum Gegenprotest hinzu. Nahe des Auftaktkundgebungsorts der Neonazis kam es zu zwei Sitzblockaden in der Kurfürsten- und in der Schützenstraße, wodurch die Demonstration erschwert wurde. Nur dadurch, dass die Polizei die Nazis direkt an einer Sitzblockade vorbeigeleitet hat, wurde die Demostration ermöglicht. Die Blockaden lösten sich auf, nachdem die Neonazis vorbeigelaufen waren, und begleiteten den weiteren Demozug. Dadurch kam es immer wieder zu lautstarken Gegenprotesten und Störversuchen.
 
Durch ein massives Polizeiaufgebot konnte der rechte Demonstrationszug durchgesetzt werden. Eine versuchte Sitzblockade in der Münsterstraße räumte die Polizei ohne Vorankündigungen mit Schlagstockschlägen auf Kopfhöhe und Knebelgriffen. Eine Person erlitt eine Kopfverletzung. „Das aggressive Auftreten und die angewandte Gewalt der Polizei war unangemessen. Dass die Polizei diese Mittel anwendet, um Neonazis einen Weg durch die Nordstadt zu bahnen, ist ein erschreckendes Zeichen“, so Kim Schmidt, Pressesprecherin der Autonomen Antifa 170. Bereits im Vorhinein hatte die Polizei die Route der Neonazis nicht bekannt gegeben, sodass Anwohner*innen nicht rechtzeitig Bescheid wussten, was am Abend vor ihrer Haustür passierte. „Die Neonazis hetzen immer wieder gegen die Bewohner*innen der Nordstadt. Es wäre das Mindesteste, die Menschen rechtzeitig zu informieren“, so Kim Schmidt. In den Tagen vor dem Naziaufmarsch hatten Antifaschist*innen mit Flyern über den Aufmarsch informiert.
 
„Wir haben heute wiederholt zeigen können, dass die Nordstadt rechte Hetze nicht widerstandslos hinnimmt. Das werten wir als Erfolg“, resümiert Kim Schmidt. „Die Nazis können nur mit einem massiven Polizeiaufgebot durch die Nordstadt laufen. Die Route wurde wieder einmal durch aggressiv auftretende Polizeibeamt*innen ermöglicht.“
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30.09. Gegen die Nazi-Demo in der Nordstadt

DEUTSCH
 
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
 
am Montag, dem 30.09., wollen Neonazis eine Demonstration durch die Nordstadt machen und treffen sich dazu ab 19:00 Uhr am Arbeitsamt. 
Wir wollen uns auch treffen und zeigen, dass das Viertel keinen Bock auf rassistische Hetze hat. Kommt um 18:00 Uhr zum Platz vor der St.-Joseph-Kirche auf der Münsterstraße/beim KIK! Seid laut, erzählt es weiter! Gegen Rassismus in der Nordstadt! Gegen Faschismus überall!
 
ENGLISCH
 
Dear neighbours,
On monday September 30th neo-Nazis want to rally through the Nordstadt. We also want to meet and show that the quarter has no desire for racist agitators.
Come to the St. Joseph church at The Münsterstraße at 18.00h! Be loud, tell others! Against racists in the Nordstadt! Against fascism everywhere!
 
 
FRANZÖSISCH
 
Chers voisins, cheres voisines,
Ce lundi le 30.9.2019 des Neo-nazis habitant à Dortmund ont le plan de manifester à travers la Nordstadt. Laissons nous montrer que ce voisinage n‘a pas besoin de ce dénigrement raciste. Venez à la place de l’église St. Joseph dans la rue Münsterstraße à 18.00h! Soyez forts, soyez bruyants! Contre le racisme! Contre le fascisme! Ici et partout!
 
RUSSISCH:
    
Дорогие Сограждане.
 
В понедельник, 30.9., неонацисты планируют провести демонстрацию, которая состоится в 19:00 и пройдёт от Арбайтсамта через весь Нордштадт.
 
Если Вам не безразличны Ваша судьба, будущее Ваших детей и нашего с Вами города – скажем НЕТ РАСИЗМУ И ТРАВЛЕ. Поддержите нас и наше движение! Расскажите об этом своим друзьям и знакомым и приходите вместе на акцию протеста против расизма в Нордштадт! Против фашизма на всей земле!
Мы встречаемся в 18:00 на площади возле церкви святого Йозефа (адрес на немецком). 
 
Мы ждем и надеемся на Вашу поддержку!  ХВАТИТ МОЛЧАТЬ!
 
TÜRKISCH
 
Sevgili çevre sakinleri,
30 Eylül Pazartesi günü faşistler Nordstadtda yürüyüş düzenleyecekler. Faşistlerin buluşma noktasi Arbeitsamtın önü, saat aksam 7’de olacak. Gelin hep beraber faşistlere karsi dayanismada bulunalim.
Onlara bu Semte ait olmadıklarını ve hadlerini bildirelim. Saat aksam 6’da Münsterstraße meydanında, KİK’in önünde görüşmek üzere. Fasizime karsı herzaman ve heryerde!
 
 
ARABISCH
 
أحبائنا الجارات والجيران، 
يوم الإثنين ٣٠.٠٩ يريد النازيين التظاهر شمال دورتموند وشوف يلتقون الساعة السابعة مساء عند الجوب سنتر.
نحن نريد أيضا أن نجتمع ونريهم أن هذه المنطقة لا ترحب بالتحريض العنصري. تعالو بعد الساعة السادسة إلى المكان بالقرب من شارع كنيسة جوزيف. الكنيسة اللتي في شارع العرب منستر شتراسه قرب كيك. إرفعو أصواتكم وأخبرو الآخرين! ضد العنصرية في شمال المدينة! ضد الفاشيّة في كل مكان.
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26.09. Rechte Strukturen in Hamm

In unserer Nachbarstadt Hamm gibt es eine aktive und vernetzte Neonazi-Szene. In ihren eigenen Räumlichkeiten im Kentroperweg 18, den sie selber als Zuchthaus bezeichnen, finden immer wieder verschiedenste Veranstaltungen mit Gästen aus ganz Europa statt. Vor allem für Musikveranstaltungen steht der Raum immer wieder zur Verfügung. Hamm kann damit als RechtsRock-Hotspot in NRW bezeichnet werden. Erst am 17.08. spielte beispielsweise mit „Snöfrid“ aus Schweden eine Band mit internationalen Blood&Honour-Verbindungen (weitere Infos hier). Es gibt also einiges über Hamm zu berichten. Am kommenden Donnerstag kommen daher Hammer Antifaschist*innen nach Dortmund, um über die Situation in ihrer Stadt zu berichten:

26. September um 19 Uhr im Nordpol in Dortmund (Münsterstraße 99, 44145 Dortmund)

Ein weiterer Vortrag in Hamm findet am Freitag statt: 27. September um 19 Uhr ver.di Geschäftsstelle in Hamm (Bismarckstraße 17, 59065 Hamm)

Der Schwerpunkt der Vorträge wird auf einer Vorstellung der organisierten Neonazistrukturen und dessen Räumlichkeiten, dem „Zuchthus“, in Hamm liegen, jedoch wird auch über den lokalen Kreisverband der AfD sprechen.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

 

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Neonazis auf Umwegen in der Nordstadt

Blockade auf der Schillerstraße – Photo: Korallenherz

Mit fünf Sitzblockaden reagierten Anwohner_innen und Antifaschist_innen auf eine Demonstation von etwa 70 Neonazis in der Nordstadt. Über Seitenstraßen und mit langwierigen Wartezeiten wurde der rechte Aufmarsch durch das Viertel geschleust, weil die geplante Route immer wieder versperrt war.

Geplant war der Aufmarsch mit einer Route über Kurfürsten-, Mallinckrodt-, Leopold- und Heiligegartenstraße zum Brügmanplatz. Doch schon auf den ersten Metern wurde die Route von zwei Sitzblockaden versperrt. Die Polizei versuchte die Neonazis über Seitenstraßen umzuleiten, doch auch auf der Baumstraße wurde der Aufzug von Gegendemonstrant_innen gestoppt und musste warten bis die Polizei die Situation unter Kontrolle bringen konnte. Bereits auf der Lessingstraße kam der Aufmarsch erneut zum Stehen und musste erneut für längere Zeit warten. Zuletzt sperrten Gegendemonstrant_innen die Bornstraße, worauf die Neonazis Richtung Süden das Viertel verließen. Weiterlesen

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19.09. Anreise nach Essen-Steele

Seit über einem Jahr „spazieren“ die selbsternannten Steeler Jungs jeden Donnerstag durch Essen Steele und versuchen ein Drohszenario gegen Migrant*innen und Andersdenkende zu erzeugen. Dabei handelt es sich größtenteils um Machotypen, die sich aus dem rechtsradikalen und gewalttätigen Hooliganmilieu rekrutieren.

Es ist höchste Zeit für eine städteübergreifende, antifaschistische Einmischung in die unerträglichen Zustände in Essen Steele. Es gilt einen Nazikiez, sowie die Ausbreitung der Steeler Faschos in andere Stadtteile und Städte zu verhindern!

Deswegen fahren wir gemeinsam zur Antifa-Demo nach Essen-Steele. Kommt am 19.09. um 16.00 Uhr zum Nordausgang des Dortmunder Hbf (vor Cinestar). Gemeinsam gegen Nazimacker*innen!

Weitere Infos findet ihr hier.

Weitere Anreisen:

Duisburg: 16.45 Uhr – Hbf (Vorhalle)

Witten: 16.15 Uhr (Abfahrt: 16.30 Uhr) – Hbf

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Polizeieinsatz gegen Norstadtbewohner_innen setzt Naziaufmarsch durch

Sitzblockade auf der Mallinckrodtstraße (Bild: Korallenherz)

Bis zu 300 Anwohner_innen und Antifaschist_innen haben am Abend in der Dortmunder Nordstadt gegen eine Nazikundgebung protestiert. Den Neonazis wurde von einem Großaufgebot der Polizei eine Kundgebung am Nordmarkt ermöglicht. Dem Protest begegnete die Polizei mit Gewalt.

Schon die Anreise zu ihrer Kundgebung gestaltete sich kompliziert für die 50 Neonazis um die Parteifunktionäre von „Die Rechte“ aus Dorstfeld. Nachdem sie zunächst versuchten, mit der U-Bahn vom Keuninghaus zur Münsterstraße zu fahren, musste die Polizei diesen Plan verwerfen, da Gegendemonstrant_innen die Haltestelle Münsterstraße blockiert hatten. Auch ein Fußmarsch über die Mallinckrodtstraße wurde von mehreren Sitzblockaden kurzzeitig gestoppt und musste schließlich über den Bürgersteig am Gegenprotest vorbeigeleitet werden.

Auf dem Nordmarkt angekommen, wurde die Kundgebung der Neonazis durch eine Art Wagenburg der Polizei vor kritischen Blicken abgeschirmt. Vor dem Pfeifkonzert der zahlreichen Anwohner_innen, auch und gerade dem Nachwuchs aus der Nordstadt, konnten sie die Polizeifahrzeuge jedoch nicht schützen. Der Behauptung der Neonazis, die sich in ihren Reden anmaßten, für die Anwohner_innen des Nordmarktes zu sprechen, erwies sich als offensichtlich lächerlich.

Nach Ende der Kundgebung erwies es sich für die Einsatzkräfte der Polizei trotz des Großaufgebotes als schwierig, eine Abreise der Neonazis zu gewährleisten. Auf Protest reagierte sie zunehmend gewalttätig. Einem Versuch, die Abreise der Neonazis auf der Leopoldstraße zu blockieren, begegnete die Polizei mit Knüppelschlägen, ein Teilnehmer des Gegenprotests erlitt eine Kopfplatzwunde. Eine von den Neonazis angemeldete Spontandemonstration untersagte die Polizei zunächst, griff jedoch auch nicht ein, als die Neonazis dennoch loslegen.

Wir bedanken uns bei allen Menschen aus der Nordstadt und darüber hinaus, die den Neonazis heute gezeigt haben, dass wir keinen Bock auf Nazis in unserem Viertel haben. Den Verletzten wünschen wir rasche Genesung. Nazis und Bullen raus aus der Nordstadt!

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18.09. Kein Raum der AfD!

Am 18.09. um 19 Uhr wollen die Rassist*innen der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Dietrich-Keuning-Haus mitten im Keuningpark eine Veranstaltung durchführen. Das finden wir richtig scheiße! Kommt zur Gegenkundgebung zum Dietrich-Keuning-Haus um 18 Uhr Uhr. Kein Platz für Rassismus in der Nordstadt! Kein Raum der AfD!

english
The 18th september at 7 p.m. the racist party AfD wants to hold a public discussion in the Dietrich-Keuning-Haus at the centre of the Keuningpark. We think that’s shit! Take part in the counter-demonstration in front of the entrance of the Dietrich-Keuning-Haus at 6 p.m. There’s no place for racism in the Nordstadt! No room for the AfD!


العربية

في ١٨.٠٩ الساعة السابعة مساء يريد عنصريي الحزب “البديل لألمانيا” (آ إف دي AFD) بدء حدث وسط حديقة محطة ليوبولد شتراسه ديتريش كوينينغ هاوس. نحن نرى هذا أمراً سيئاً! تعالوا إلى مكان الحدث عند ديتريش كوينينغ هاوس الساعة السادسة مساء. لا مكان للعنصرية في شمال المدينة! لا مكان لل آ إف دي!

русский
18.09. в 19:00 расисты партии „Альтернатива для Германии“ (Alternative für Deutschland) – AfD хотят организовать мероприятие в Дитрих-Койнинг-Хаус в центре Койнингспарк. Мы – против! Приходите на митинг перед Домом Дитриха Кёнинг в 6 часов вечера. В Нордштадте нет места расизму! Нет места AfD!

français
Le 18 septembre à 7 heures les racist.e.s du parti AfD veulent faire une discussion publique à Dietrich-Keuning-Haus au centre de Keuningpark. On pense que c’est de la merde! Venez à la contre-manifestation à 6 heures devant l’entrée de Dietrich-Keuning-Haus. Il n’y a pas de place pour le racisme et l’AfD à Nordstadt !

español
El 18 de septiembre a las siete de la tarde la AfD quiere hacer un evento en el Dietrich-Keuning-Haus. A nosotros no nos gusta para nada. Viene una contremanifestación enfrente del Dietrich-Keuning-Haus desde las seis de la tarde. No hay lugar para el racismo en el Nordstadt! No hay lugar para la AfD!

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Neonazi-Geschäft in der Dortmunder Innenstadt

Pressemitteilung von Antifaschist*innen aus Dortmund
Gestern, am 29. August, wurde bekannt, dass in der Dortmunder Innenstadt der Neonazi-Laden „Tønsberg“ eröffnet hat. Bei dem Geschäft handelt es sich um einen „Thor Steinar“-Laden, eine Kleidungsmarke, die von Neonazis für Neonazis geschaffen wurde. Obwohl die Marke in Teilen der extremen Rechten umstritten ist, da die hinter der Marke stehende Firma Mediatex
aus Brandenburg im Ausland produziert, erfreut sie sich nach wie vor großer Beliebtheit in einschlägigen Kreisen und stellt die bekannteste Neonazibekleidungsmarke dar.
Durch das nun eröffnete Geschäft im Brüderweg 15 werden so vermutlich mehr Neonazis in die Dortmunder Innenstadt kommen. „Das neue Geschäft ist der einzige Thor Steinar-Laden Westdeutschlands. Dadurch verstärkt sich die anziehende Wirkung Dortmunds auf die rechte Szene“, so Antje Höfner, eine der Antifaschist’innen. Der neueröffnete Laden in der Dortmunder Innenstadt kann als Nachfolger der im Frühjahr dieses Jahres geschlossenen Thor Steinar-Filiale „Oseberg“ in Essen gesehen werden. Gegen den Laden dort hatte es seit der Eröffnung 2009 immer wieder antifaschistische Proteste und auch militante Aktionen gegeben. Der Vermieter entschuldigte sich im Nachhinein für die Vermietung und ließ den Mietvertrag von Oseberg auslaufen.
In anderen Städten, unter anderem in Magdeburg, Leipzig, Berlin, Hamburg und Bremen, mussten durch die entschlossene Zusammenarbeit von antifaschistischen Gruppen, Verwaltung, Ahnwohner*innen, Gewerbetreibenden und der Zivilbevölkerung Neonaziläden ihre Türen nach kurzer Zeit wieder schließen. „Auch in Dortmund muss der Thor Steinar-Laden schnellstmöglich wieder verschwinden. Die Stadt Dortmund sollte die rechtlichen Möglichkeiten dafür prüfen“, fordert Höfner, „Wir werden derweil nicht auf das Handeln der Stadt warten, sondern rufen deshalb alle Dortmunder*innen dazu auf, gegen den Neonazi-Laden aktiv zu werden“.
 
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100 Jahre Abschiebehaft sind 100 Jahre zu viel!

Mit einer Großdemo in Büren und Paderborn am 31. August steuert die Kampagne „100 Jahre Abschiebehaft“ auf ihr Finale zu. Innerhalb der deutschen Asylpolitik stellt Abschiebehaft einen besonders schäbigen Aspekt dar. Geflüchteten wird ohne ein vorangegangenes „Verbrechen“ die Freiheit entzogen. Ihren Aufenthalt dort müssen sie selbst bezahlen. Die medizinische und psychologische Versorgung sind eingeschränkt. Das gleiche gilt oft für den Zugang zu Anwält*innen, um nur einige Punkte zu nennen. Gehen wir deshalb gemeinsam auf die Straße, um deutlich zu machen: 100 Jahre Abschiebehaft sind 100 Jahre zu viel!

Um 11 Uhr beginnt der Tag mit einer Kundgebung vor dem Abschiebeknast in Büren. Aus Paderborn fahren Shuttlebusse, für die eine Anmeldung gewünscht ist. Von dort geht es nach Paderborn zur Großdemo, die um 15 Uhr in der Rathenaustraße in der Nähe des Hauptbahnhofs startet.

Aus Dortmund gibt es gleich drei Anreisetreffpunkte zu den Aktionen in Büren und Paderborn:
– für eine Busanreise von Münster über Dortmund nach Büren könnt ihr euch hier anmelden
– Treffpunkt für die Zuganreise zur Kundgebung in Büren ist um 8:15 Uhr am Dortmund Hbf-Nordausgang (vor Cinestar) (weitere Infos hier)
– falls ihr nicht so früh könnt, bleibt euch noch die Zuganreise zur Großdemo in Paderborn. Treffpunkt ist um 12:20 Uhr ebenfalls am Nordausgang vor Cinestar

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